Furnier-Was,wieso,warum?

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Furnier. Du erfährst, wie Furniere hergestellt werden und wie man richtig furniert. Wie kann man Furnierfehler vermeiden? Wir klären auf! 

Was ist ein Furnier? 

Ein Furnier ist ein dünnes Blatt aus Holz, welches in verschiedenen Dicken erhätlich ist (maximal 8 mm). Furniere können durch Sägen, Messern oder Schälen von einem Stamm gewonnen werden. Je nach Herstellungsverfahren werden diese Furniere unterschieden: 

  • Schälfurnier
  • Messerfurnier
  • Sägefurnier 

Die Furnierarten sowie die Furnierdicken sind in der DIN 4079 genormt.

Gründe für das Furnieren 

Gründe für das Furnieren sind: 

  1. Der Rohstoff Holz wird immer knapper und damit auch teurer
  1. Massives Holz arbeitet, neigt also zum Reißen und Verziehen 
  1. Die dekorative Wirkung edler Hölzer lässt sich besser nutzen 
  1. Design- und Gestaltungsmöglichkeiten für den modernen Möbelbau 
  1. Beachtung des Nachhaltigkeitsgebots unserer Rohstoffe 

Wie kommen Furniere in den Handel? 

Furniere werden nach dem Trocknen in der Blattreihenfolge in Pakete gebündelt. Die Blattzahl ist immer durch vier teilbar und beträgt in der Regel:

  • 16 
  • 24 
  • 32 Blätter
Furnier-Was,wieso,warum?

Furnierarten je nach Herstellung 

Aufgrund der Herstellung werden diese Furniere unterschieden:

  • Sägefurnier
  • Messerfurnier
  • Schälfurnier

Sägefurnier

Sägefurniere werden mit speziellen Maschinen in Dicken von 1 bis 4 mm hergestellt. Sie werden wie dünne Bretter mit Sägen und Holzblöcken gewonnen. 


Die älteste Form der Furnierherstellung hat kaum noch Bedeutung. Nur noch Restaurateure verarbeiten diese Furniere. 

Messerfurnier

Methoden der Messerfurnierherstellung sind: 

  • Flachmesser
  • Echt-Quartier-Messer
  • Flach-Quartier-Messer
  • Faux-Quartier-Messer

Der Name der Messerfurniere leitet sich von der Herstellungsart ab, bei dem das Furnier mit einem Messer vom Stamm abgetrennt wird. Dabei wird mit einem Messer Blatt für Blatt vom Stamm getrennt. 

Hier handelt es sich im Gegensatz zum Sägefurnier um ein spanloses und damit verschnittarmes Verfahren. Mit diesem Verfahren können bis zu 0,5 mm dünne Furnierblätter hergestellt werden. Dadurch kann man aus einem Holzstamm viele Furnierblätter gewinnen. 

Da der Holzstamm vor der Bearbeitung in heißer, feuchter Luft gedämpft werden muss, können sich dabei farbliche Veränderungen ergeben. Die ursprüngliche Farbe des Holzes geht verloren. 

Außerdem entstehen beim Messern kleine Risse auf der Unterseite. Diese können sich gerade nach dem Beizen als dunkle Stellen abzeichnen und das Furnierbild erheblich stören. 

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Flachmesser

Hier wird der Halbblock mit der Kernseite am Messertisch befestigt. Der Schnitt wird an der Stammaußenseite begonnen. Da die Jahresringe in diesem Bereich in sehr flachem Winkel angeschnitten werden, entsteht eine sehr lebhafte Fladerzeichnung. 

Je weiter sich das Messer in die Mitte des Halbblocks vorarbeitet, desto blumiger wird das Furnierbild. 

In Kernnähe werden die Jahresringe rechtwinklig angeschnitten. Das Furnierbild wird schlicht. 

Je mehr der Schnitt parallel zu den Markstrahlen verläuft, desto mehr glänzende Schnittstellen, so genannte Spiegel, werden sichtbar. 

Echt-Quartier-Messer

Der Viertelblock wird so in die Maschine gespannt, dass die Jahresringe rechtwinklig zum Messerschnitt liegen. Dadurch entsteht eine sehr schlichte Textur

Die Furnierblätter sind schmal und müssen später vom Tischler zu breiteren Teilen zusammengefügt werden. 

Das schlichte Furnier eignet sich besonders für Füllungen und Furnierkanten. 

Flach-Quartier-Messer

Der Viertelblock wird mit dem Kern zum Maschinentisch gespannt. Das Holz wird hier tangential angeschnitten. Dadurch zeichnet sich ein sehr lebhaftes Furnierbild ab. 

Das Furnier zeigt über den ganzen Querschnitt hinweg reine Fladerstruktur. 

Dieses Furnier eignet sich für großflächige Möbel und Einbauteile. 

Faux-Quartier-Messer

Der Viertelblock wird radial am Messertisch befestigt. So werden die Jahresringe nur an einer Stelle unter einem sehr flachen Winkel angeschnitten. Dadurch zeigt das Holz eine blumige Struktur. 

Wird das Furnier gestürzt, entsteht in Blattmitte eine sehr schöne Holzzeichnung. 

Mit diesem Furnier kann den Werkstücken eine blumige, aber ruhige Struktur gegeben werden. 

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Schälfurnier

Methoden des Schälfurniers sind:

  • Rundschälen 
  • Exzentrisch- oder Halbrundschälen 
  • Stay-log-Schälen 
  • Aus-dem-Herz-Schälen 

Bei der Herstellung von Schälfurnieren sind die Stämme genau so vorzubehandeln wie bei der Messerfurnierherstellung der Fall ist. 

Ähnlich wie bei der Messerfurnierherstellung werden die Furniere längs der Stammachse aus Rund-, Viertel- oder Drittelstäben mit einem Messer abgetrennt. 

Auch bei diesem Verfahren wird das Furnierbild durch die verschiedenen Herstellungsarten bestimmt. 

Vorteile und Nachteile Schälfurnier

Vorteile

  • Wirtschaftliches Verfahren
    • Hohe Herstellungsgeschwindigkeit 
    • Geringer Schälrest
  • In Ausnahmefällen dekoratives Furnierbild
    • z.B. bei Maserholz und Vogelaugenahorn

Nachteile

  • Furniere haben in der regel ein unnatürliches Maserungsbild
  • Linke Furnierseite hat feine Haarrisse 
  • Schälfurniere schwinden und quellen stark in der Breite 

Rundschälen 

Mit diesem Verfahren können große Furnierflächen erzeugt werden. Es ergeben sich unregelmäßig gezeichnete Furniere, welche man z.B. zur Herstellung von Furnierplatten verwendet. 

Bei hochwertigen Hölzern wird der Stamm eingerizt. So entsteht pro Umdrehung ein Furnierblatt mit nahezu gleicher Zeichnung. 

Die Breite der Blätter nimmt entsprechend dem Stammdurchmesser ab. Die interessante Zeichnung des Vogelaugenahorns entsteht so aus dem Stamm des Zuckerahorns. 

Besondere Maserhölzer wie beispielsweise: 

  • Nussbaum 
  • Esche
  • Pappel
  • Rüster
  • etc. werden auf diese Weise verarbeitet und erfahren dadurch eine Aufwertung. 

Exzentrisch- oder Halbrundschälen 

Der vorbereitete Stamm wird exzentrisch in die Schälmaschine gespannt. 

Die Schnittebenen ändern sich dabei. Durch das ständige Drehen werden die Jahresringe anfangs tangential später radial angeschnitten. So entsteht ähnlich wie beim Flachmessern ein fladriges bis streifiges Furnierbild. 

Die Furniere sind dabei aber wesentlich breiter als die beim Messern erreicht werden kann.

Stay-log-Schälen 

Dieses verfahren ist eine Weiterentwicklung des Exzentrischschälens. Durch die besondere Art des Einspannesn wird der Schälradius vergrößert. 

Dadurch wird der Schnitt durch die Jahresringe bedeutend flacher. Es fallen dabei sowohl Furniere mit blumiger als auch mit streifiger Textur an.  

Es können auch Stammsegmente und Stämme mit geringem Durchmesser in die Maschine eingespannt werden. Dieses Herstellungsverfahren wird als Riftschälen bezeichnet. 

Aus-dem-Herz-Schälen 

Um breitere Furniere mit einem besonders hohen Anteil an blumiger Zeichnung zu erzielen, kann der Block auch geviertelt oder gedrittelt und der Schälvorgang von innen heraus, also “aus dem Herz”, begonnen werden. 

Wieso werden die Stämme vorher gedämpft oder gekocht? 

Durch das Dämpfen der Blöcke/Stämme in Dampfgruben wird das Holz weich und geschmeidig und lässt sich somit besser schälen und messern. 

Dabei sind bei einigen Holzarten Farbveränderungen kaum vermeidbar.  

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Furnierarten je nach Verwendung

Je nach Verwendung werden diese Furnierarten unterschieden: 

  • Absperrfurnier
  • Deckfurnier
    • Für die Trägerplattenbeschichtung 
  • Unterfurnier 
    • Als eventuell erforderliche Zwischenschicht 

Absperrfurnier

Absperrfurniere werden zum Absperren von Blindholz bei Stab- und Stäbchensperrholplatten verwendet. Dazu werden sie quer und beidseitig auf die Mittellage von Stab- und Stäbchenplatten aufgeleimt, um das Arbeiten des Holzes zu verhindern. 

Absperrfurniere sind in diesen Dicken erhältlich: 

  • 1,5 mm
  • 3,5 mm 

Deckfurnier 

Bei den Deckfurnieren wird außerdem noch in Außen- und Innenfurnier bzw. nach dem Faserverlauf in Langfurniere und Maserfurniere unterteilt. 

Unterfurnier

Unterfurniere werden unter dem Deckfurnier im Winkel von circa 30° bis 45° aufgeleimt, um das Reißen des Deckfurniers zu verhindern und um die Oberflächengüte der Platte zu verbessern. 

Es wird vor allem unterfurniert, wenn das Deckfurnier parallel zum Absperrfurnier verlaufen muss oder wenn Maserfurnier als Deckfurnier verwendet wird. 

Unterschied Deckfurnier und Unterfurnier

Deckfurniere bilden bei Möbeln und Möbelteile die Sichtfläche nach außen und innen. Man bezeichnet sie daher auch als Außen- bzw. Innenfurniere. 

Unterfurniere, die auch als Blindfurniere bezeichnet werden, sind in einigen Fällen als Ausgleichsschicht zwischen einer Sperrholz-Trägerplatte und dem Deckfurniere erforderlich. 

Was sind Maserfurniere?

Maserfurniere sind sehr dekorative Furniere und werden gewonnen aus: 

  • Maserknollen 
  • Stammgabelungen 
  • Stockholz 
  • Wurzelholz 
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Trocknung und Lagerung von Furnieren 

Wie werden Furniere getrocknet? 

Die Furniere werden vorwiegend künstlich in Bandtrocknern getrocknet. Sie wandern auf endlosen Förderbändern durch den Trockenkanal und durchlaufen verschiedene Trocknungsstufen. 

Die Furniere werden in der Regel bis aus 10 % Holzfeuchte heruntergetrocknet. 

Worauf ist bei der Lagerung von Furnieren zu achten? 

  1. Die Furniere werden in gut belüfteten, mäßig trockenen, abgedunkelten und kühlen Räumen auf Konsolen und regalen gelagert. 
  1. Sonnenlichteinstrahlung muss vermieden werden, damit die Furniere nicht ausbleichen bzw. sich nicht verfärben. 
  1. Die bei der Herstellung sortierten Furnierblätter dürfen während der Lagerung in ihrer Reihenfolge nicht verändert werden. 
  1. Einrisse an den Blättern sollten sofort mit Fugenband gesichert werden, damit keine weiteren Beschädigungen auftreten. 

Verwendung und Verarbeitung von Furnieren 

Wozu werden Furniere im Tischlerhandwerk verwendet? 

  1. Mit Furnieren beschichtet man vorwiegend Holzwerkstoffplatten, um deren Oberflächen das Aussehen von Vollholz zu verleihen. Hierdurch ist ein großer Gestaltungsspielraum gegeben. 
  1. Handelt es sich um Edelholzfurniere, können Werkstücke im ein Vielfaches preiswerter angeboten werden als in Vollholzbauweise der gleichen Holzart
  1. Furniere erhöhen außerdem die Festigkeit des Trägermaterials, z.B. bei gebogenen Formteilen.

Wie werden Kanten furnierter Platten verdeckt? 

Die Kantenverdeckung (bzw. der Kantenschutz) kann vor oder nach dem Furnieren der Oberflächen angebracht werden. 

Es wird unterschieden: 

  • Vollholzanleimer
  • Überfurnierte Anleimer
  • Furniere
  • Kunststoffumleimer

Bei größerem Produktionsumfang werden Kantenanleimmaschinen eingesetzt, die den Kantenschutz aus Vollholz, Kunststoff und Furnier aufleimen, ablängen, bündigfräsen und die Kanten schleifen. 

Verarbeitung wellig gewordener Wurzel- und Maserfurnier

Wellige Wurzel- und Maserfurniere feuchtet man leicht an und presst sie in der Furnierpresse ein- oder mehrmals mit geringem Druck und Zwischenlagen aus unbedrucktem, farbfreiem Papier bei einer Temperatur von etwa 40°. 

Nach dem Trocknen können die geglätteten Furniere weiterverarbeitet werden. 

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Zusammensetzen von Furnierblättern 

Die Furnierblätter werden so zusammengesetzt, dass ein attraktives Gesamtfurnierbild entsteht. Dabei sollte möglichst die linke Seite mit den feinen Haarrissen aufgeleimt werden. 

Bei paarweiser Zusammensetzung von Furnierblättern muss allerdings jedes zweite Blatt in der Breite “gestürzt”, d.h. umgeklappt werden. Das Stürzen in der Länge ist erforderlich, wenn die Furnierblattlänge nicht ausreicht. 

Furniere passgenau fügen 

Die Furniere werden mit der Furnierschneidemaschine oder bei kleinen Mengen mit der Furniersäge oder dem Furniermesser zugeschnitten. 

Um dichte Fugen zu erhalten, spannt man sie anschließend zwischen zwei Bretter und fügt die Schnittkanten mit der Raubank oder auf der Abrichthobelmaschine nach. Rationeller arbeitet man mit der Furnierfügemaschine oder Furnierschere. 

Maschinelles Zusammenfügen von Furnierfugen 

Mit diesen Maschinen kann man Furnierfugen zusammenfügen: 

  • Furnierzusammensetzmaschinen 
  • Furnierfugenklebeapparaten 
  • Fugenverleimmaschinen 

Dabei werden die Fugen: 

  • Entweder dirket verleimt
  • Oder mit einem Polyamid-Klebstofffaden, der zickzackförmig auf die Rückseite gedrückt wird, zusammengehalten 
  • Oder mit dünnem Papierklebeband (gelochtes oder ungelochtes Fugenpapier mit Klebstoff) auf der Sichtseite verbunden. Durch Schleifen der furnierten Trägerplatten wird das Fugenpapier später entfernt 

Wie werden Rundungen und Profile furniert?

Abgerundete Tischfüße, Türkanten, Viertelstäbe und Profile furniert man im Furnierapparat, dessen Formzulagen ein entsprechendes Gegenprofil haben oder die sich verschieden einstellen lassen. Als Presszulagen nimmt man Gummi-, Linoleum- oder PVC-Streifen, die zum schnelleren Abbinden des Leims erwärmt werden können.

Wie furniert man gewölbte Flächen? 

Das Furnieren gewölbter Flächen erfolgt möglichst zusammen mit der Fertigung dieser Teile in einem Arbeitsgang. 

Gewölbte Möbelteile sind ähnlich wie Furniersperrholz aus verleimten Furnierlagen aufgebaut. Heute verwendet man auch zwei Lagen rückseitig eingeschnittener MDF-Platten, die in die gewünschte Form gebogen werden können. 

Zum Verleimen und Furnieren dieser Trägerplatten verwendet man vorgefertigte Formzulagen oder auch andere Mittel, wie z.B. mit Sand gefüllte Gummisäcke, die sich gut den Formen anpassen. 

Lagerung der furnierten Platten bis zur Weiterverarbeitung

Nach Herausnehmen der furnierten Platten aus der Presse schneidet man vor dem völligen Aushärten des Leims den Furnierüberstand mit dem Furnierkantenschneider bündig ab. 

Mit Dispersionsleim furnierte Platten stapelt man mit Stapelleisten, damit die Leimfeuchtigkeit verdunsten kann. Bei Verwendung von Kondensationsleimen (Harnstoffharzleimen) können die Platten direkt aufeinander gelegt werden. 

Eine Weiterverabrietung darf erst nach vollständiger Aushärtung des Leims und sorgfältiger Trocknung der furnierten Platten erfolgen. 

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Furnieren von Trägerplatten 

Was sollte beim Furnieren von Trägerplatten beachtet werden? 

Diese Regeln sind beim Furnieren von Trägerplatten zu beachten: 

  • Die Furniere werden auf beiden Seiten der Trägerplatten grundsätzlich in gleicher Faserrichtung gebracht 
  • Um unterschiedliche Spannungen auf den Plattenaußenseiten zu vermeiden, sollten die Furniere auf beiden Seiten gleich dick und von derselben Holzart sein oder sich zumindest hinsichtlich des Schwindverhaltens entsprechen 
  • Bei Sperrholzplatten muss die Faserrichtung der Deckfurniere grundsätzlich um 90° zum Absperrfurnier gedreht werden 
  • Der Feuchtegehalt darf bei der Verarbeitung von Furnieren nicht mehr als 6 % bis 10 % betragen

Wie werden Trägerplatten zum Furnieren vorbereitet? 

  • Sämtliche Oberflächen von Trägerplatten müssen einwandfrei eben und frei von Staub und Fett sein 
  • Um die Plattenkanten zu verdecken, werden Anleimer, Umleimer oder Furnierkanten angebracht 
  • In der Regel werden die Platten kalibriert, d.h., sie werden mithilfe der Breitbandschleifmaschine auf ein exaktes Dickenmaß gebracht 

Leimauftrag bei Trägerplatten 

Der Leimauftrag muss lückenlos und gleichmäßig erfolgen. 

Man verwendet dafür:

  •  einen gezahnten Spachtel (Leimkamm)
  • Leimroller (Handwalze) 
  • Leimauftragsmaschine

Die Menge des Leimauftrags hängt von der Leimart und von der Viskosität des Leims ab. 

Um Leimfehlern vorzubeugen, sind die Anwendungshinweise der Klebstoffhersteller genau zu beachten. 

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Fehler beim Furnieren 

Diese fehler können beim Furnieren auftreten: 

  • Leimfehler
    • Leimdurchschlag 
    • Küschner
    • Leimwülste
  • Oberflächenschäden 
    • Durch schlecht gesäuberte Presszulagen 
  • Offene oder überschobene Fugen 
  • Risse im Furnier
  • Verfärbungen 
  • Markierungen
    • der überfurnierten Vollholzleimer 

Leimdurchschlag 

Ursachen für einen Leimdurchschlag sind:

  • Furnierbesonderheiten
    • Sehr dünne 
    • Vermesserte 
    • Grobporige Furniere
    • Maserfurniere 
  • Furnierrisse 
  • Zu heiße Furnierzulagen 
  • Eine zu geringe Leimviskosität 

Wie kann Leimdurchschlag beseitigt werden? 

Unmittelbar nach dem Pressen kann durchgeschlagener Dispersionsleim mit warmem Wasser oder Aceton ausgebürstet werden. 

Leimdurchschläge von Kondensationsklebstoffen können nicht beseitigt werden. 

Leimwülste 

Leimwülste entstehen durch übermäßigen und ungleichmäßigen Leimauftrag. Stellt man diese mit Leim gefüllten Wülste gleich nach der Entnahme aus der Presse fest, können die Trägerplatten nochmals mit warmen Zulagen nachgepresst werden. 

Kürschner

Kürschner sind Stellen, an denen keine Leimverbindung zwischen Trägerplatten und aufgepresstem Furnier entstanden ist. 

Mögliche Ursachen könnten sein: 

  • Fett 
  • Staub 
  • Schmutz auf dem Trägermaterial
  • Vertiefungen in der Trägerplatte
  • Zu wenig oder ungleich aufgetragener Leim 

Die ungeleimten Stellen werden mit einem scharfen Messer aufgeschnitten und auf der Furnierunterseite beleimt und nachgepresst. 

Verrutschen von Furnieren 

Um Furniere gegen Verrutschen zu sichern, leimt man Anschlagklötzchen an oder verwendet Anschlagklammern. 

Furnier-Was,wieso,warum?

Du möchtest wissen, was es für Holzarten gibt? Dann könnte Dich unser Blog “Welche Holzarten gibt es?” interessieren.

FAQ-häufig gestellte Fragen 

Was ist ein Echtholzfurnier?

Als Echtholzfurnier wird ein dünnes Holzblatt bezeichnet, welches maximal 8 mm dick ist. Echtholzfurnier können auf Trägerplatten gepresst werden und dem Werkstück eine Holzoptik verschaffen. Echtholzfurnier können beispielsweise aus diesen Holzarten bestehen: 

– Nussbaum 

Eiche

Kiefer 

Fichte 

– Mahagoni 

– Wenge 

– Buche 

– Ahorn 

Was kostet Furnieren?

Furnieren kostet circa 10€/Quadratmeter. Jedoch kann man auch selbst furnieren und sich zum Beispiel das Furnier bei Easiwood bestellen. Somit spart man kosten. Wie viel Furnieren kostet ist zudem abhängig von der Größe des Werkstückes und des Furnierholzes. 

Was sind furnierte Türen?

Furnierte Türen bestehen aus einer Trägerplatte, also dem Türblatt und einem darauf verleimten Holzfurnier. Furnierte Türen sind demnach leichter als Türen, die aus Vollholz gearbeitet sind. Die Deckschicht der furnierten Türen ist kann bis zu 8 mm dick sein. 

Wie kann man Furnier reparieren?

Beim Reparieren von Furnieren sollte man keinen Kitt oder Holzspachtelmasser verwenden, da diese mit Zeit brüchig werden können. Stattdessen kann man Furniere mit Reparaturwachs oder auch Schellack reparieren. Diese beiden Materialien können mit einem Bügeleisen leicht erhitzt werden und dann auf die zu reparierende Stelle des Furniers aufgetropft. 

Was bedeutet furniert?

Furniert bedeutet, dass das Werkstück nicht aus Vollholz besteht, sondern dass es eine Deck- und eine Trägerplatte gibt. Das Furnier ist dabei die Deckschicht und ist der sichtbare Teil des furnierten Werkstücks. Das Holzfurnier ist maximal 8 mm dick und wurde auf eine Trägerplatte geleimt. Durch das Furnier kann man denken, dass das Werkstück aus Holz gefertigt worden ist. Dabei schmückt das furnierte Werkstück nur ein dünnes Holzblatt. 

Was sind furnierte Platten?

Furnierte Platten bestehen aus einem Furnier und einer Trägerplatte. Furnierte Platten bestehen demnach nicht aus Vollholz, also vollständig aus Holz, sondern werden nur durch ein dünnes Holzblatt geschmückt. Furnierte Platten sind sehr modern. Besonders beliebt ist das Nussbaum Furnier. 

Furnier-Was,wieso,warum?

Dieser Artikel beschäftigte sich mit dem Furnier. Du hast erfahren, wie Furniere hergestellt werden und wie man richtig furniert. Wie kann man Furnierfehler vermeiden? Wir haben aufgeklärt! 

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