Holz (7 interessante Fakten)

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Holz. Du erhältst einen allgemeinen Überblick über das Holz. Was bedeutet, dass das Holz arbeitet? Wir klären auf!

Was ist Holz? 

Holz sind Zellen eines Baume, welche verholzt sind. Es wird demnach Kernholz und Splintholz unterschieden, wobei das Kernholz die abgestorbenen Zellen beschreibt und das Splintholz die jüngeren Holzteile bezeichnet, welche noch saftführend sind. Die abgestorbenen Zellen des Holzes füllen sich mit Ablagerungsstoffen wie zum Beispiel Harz und Gerbsäure. Das Lignin hat die Zellen gefestigt und verholzt. Damit wird das Holz fester, dauerhafter und somit anfälliger gegen tierische Schädlinge.

Holz kann mit folgenden Maschinen bearbeitet werden:

Wofür wird Holz verwendet? 

Holz findet in diesen Bereichen Verwendung: 

  • Inneneinrichtung 
  • Parkett 
  • Möbel (z.B. Couchtisch) 
  • Treppen 
  • Türen 
  • Fenster
  • Musikinstrumente
  • Verkleidungen 
  • Hauskonstruktiionen 
  • Dachstühle
  • Kochutensilien 
  • Dekoration (z.B. aus Altholz) 
  • Sichtschutz 
  • Schiffsbau 
  • Energielieferer (Kohle)
Holz (7 interessante Fakten)

Der Baum 

Welche Teile des Baumes werden als Holz bezeichnet? 

Es sind die Teile des Baumes, die wirtschaftlich genutzt werden können, wie beispielsweise der Stamm und in geringem Maße auch die Äste und die Wurzeln. 

Den weitaus größten Teil des Holzes liefern die Wälder und nur selten einzeln stehende Bäume. 

Wie wächst ein Baum? 

Das Wachsen eines Baumes geschieht durch Zellteilung. 

Es wird unterschieden:

  • Längenwachstum 
    • primäres Wachstum
  • Dickenwachstum 
    • sekundäres Wachstum

Längenwachstum 

Beim Längenwachstum teilen sich die Zellen in den End- und Triebknospen an den Zweigen fortlaufend und strecken sich. Die frischen Triebe sind anfangs noch grün und verholzen erst nach einiger Zeit. 

Dickenwachstum

Das Dickenwachstum geschieht in der Kambiumschicht, einer sehr dünnen Zellschicht unter der Bastschicht. Hier werden die einzelnen Holzzellen schon gleich ihrer späteren Aufgabe entsprechend festgelegt. 

Die beim Dickenwachstum im Laufe eines Jahres entstandenen Holzzellen werden als Jahresring sichtbar. 

Holz (7 interessante Fakten)

Heller und dunkler Teil des Baumstammes 

Den äußeren hellen Holzteil nennt man Splintholz und den inneren dunkleren Holzteil Kernholz.  

Das Splintholz ist das jüngste saftreichere Holz, das zur Wasserführung von den Wurzeln in 

die Blätter dient. Bei älteren Bäumen verkernen bei manchen Baumarten die inneren Holzschichten, d.h. die Leitzellen stellen die Wasserführung ein und lagern hier ab: 

  • Gerbstoffe
  • Farbstoffe 
  • Harz 
  • Wachs 
  • Fett 

Bei vielen Bäumen wird dieser Teil dadurch dunkler. 

Warum ist nicht bei allen Baumarten ein dunkler Kern sichtbar? 

Nicht alle Baumarten verkernen den älteren inneren Teil des Stammes, bei anderen wiederum wird die Verkernung infolge fehlender Farb- oder Gerbstoffe nicht sichtbar. 

Bäume ohne Verkernung nennt man Splintholzbäume. Die Bäume ohne sichtbare Verkernung nennt man Reifholzbäume

Unterschiedliche Baumarten 

Diese unterschiedlichen Baumarten werden unterschieden: 

  • Splintholzbaum 
  • Kernholzbaum 
  • Reifholzbaum 
  • Kernreifholzbaum 

Splintholzbaum 

Splintholzbäume haben keine oder nur eine sehr schwache Verkernung der inneren älteren Holzschichten. 

Kernholzbäume

Bei Kernholzbäumen wird die Verkernung durch dunkle Holzzonen im inneren Stammteil sichtbar. 

Reifholzbäume 

Bei Reifholzbäumen bleibt die Verkernung unsichtbar. 

Kernreifholzbäume 

Bei Kernreifholzbäumen ist die innere alte Holzschicht sichtbar, die nächste Holzzone nicht sichtbar verkernt und die äußere Schicht ist die Wasser führende Splintholzschicht. 

Durch die Verkernung wird das Holz in der Regel schwerer, fester und dauerhafter. Zudem arbeitet es weniger. 

Kernholzbäumen? 

Diese Bäume gehören zu den Kernholzbäumen: 

Das Verhältnis des Kernholzes zum Splintholz ist je nach Holzart sehr unterschiedlich. 

Splintholzbäumen

Diese Bäume gehören zu den Splintholzbäumen: 

  • Bergahorn 
  • Spitzahorn 
  • Birke 
  • Erle 
  • Weißbuche 

Reifholzbäumen

Diese Bäume gehören zu den Reifholzbäumen? 

  • Birnbaum 
  • Feldahorn 
  • Fichte 
  • Linde 
  • Rotbuche 
  • Tanne 
Holz (7 interessante Fakten)

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Aufbau des Holzes 

Das Holz besteht aus: 

  • Markröhre
  • Jahresring 
    • mit Frühholzzone und Spätholzzone
  • Splintholz 
  • Kernholz 
  • Markstrahlen/Holzstrahlen 
  • Kambiumschicht 
  • Rinde 
    • aus Bast und Borke

Die Markröhre liegt in der Regel im Zentrum der Baumscheibe, um die sich die jahresringe aufbauen. Der dunkle Stammteil wird als Kernholz, der hellere als Splintholz bezeichnet. 

Die Markstrahlen, auch Speicherzellen oder Holzstrahlen genannt, verlaufen radial vom Stammäußeren zum Stamminneren. 

Die Kambiumschicht als Wachstumszone des Baumes wird von der Bastschicht ernährt und liegt geschützt unter der Rinde bzw. Borke. 

Wichtige Bestandteile 

Die wichtigsten Bestandteile des Holzes sind: 

  • Zellulose
    • ca. 40 %
  • Zelluloseähnliche Stoffe
    • ca. 24 % bis 32 %
  • Lignin 
    • Verholzungsstoff
    • ca. 22 % bis 30 % 
  • weitere Nebenbestandteile 
    • ca. 6 %
    • Harz 
    • Terpentin
    • Fett 
    • Wachs
    • Farbstoffe
    • Kalium 
    • Natrium 
    • Kalcium 
    • Magnesium 
    • Eisenoxid
    • Phosphorsäure 
Holz (7 interessante Fakten)

Chemische Grundstoffe

Die wichtigsten chemischen Grundstoffe der reinen Holzsubstanz sind: 

  • Kohlenstoff (50 %)
  • Sauerstoff (43 %) 
  • Wasserstoff (6 %) 
  • Stickstoff
  • Aschebestandteile (1 %)

Was ist der kleinste Baustein des Holzes? 

Der kleinste Baustein des Holzes ist die Holzzelle. 

Holz ist wie die meisten Pflanzen aus einer Vielzahl von Zellen aufgebaut. 

Nicht verholzte Pflanzenzellen 

Junge Pflanzenzellen, die noch nicht verholzt sind, bestehen aus: 

  • Weichen Zellwand
  • Protoplasma 
  • Zellkern 
  • schwimmt im Protoplasma 

Im Protoplasma sind viele lebenswichtige Stoffe gelöst: 

  • Salze 
  • Eiweiß 
  • Fette 
  • Säuren 
  • Zucker 
  • Chlorophyll 

Die wichtigsten Bestandteile im Protoplasma ist der Zellkern mit den Chromosomen, den Trägern der Erbanlage eine Zelle. 

Wieso bestehen die Jahresringe aus hellen und dunklen Holzzonen? 

Die im Frühjahr und Sommer gebildeten Holzzellen sind: 

  • Großvolumiger
  • dünnwändiger

Dadurch erscheinen diese heller als die im Spätsommer und Herbst entstehenden engräumigen dickwändigen Zellen. 

Weil der hellere Teil des Jahresringes im Frühjahr bzw. im Sommer gebildet wird, nennt man ihn auch Frühholz und den im Spätsommer und Herbst entstehenden dunklen Teil des Jahresringes Spätholz

Wachstum des Holzes 

Die Holzzellen wachsen durch Zellteilung

Der Zellkern nimmt zunächst eine spindelförmige längliche Form an. Zugleich spalten sich die Chromosomen in der Länge auf und streben auseinander, sodass je zwei neue Zellkerne entstehen. 

Zwischen diesen neuen Zellkernen bildet sich eine Zellhaut, die größer wird, bis sie sich mit der Zellwand der Mutterzelle verbindet. Damit ist die Zellteilung abgeschlossen. 

Nur junge Zellen teilen sich. Ältere Zellen übernehmen entsprechend ihrer Erbanlage die ihnen zugedachten Aufgaben im Baum. 

Holzschnitte 

Diese Schnitte werden unterschieden: 

  • Radialschnitt 
  • Tangentialschnitt 
  • Hirnschnitt/Axial

Radialschnitt 

Beim Radialschnitt liegen die Jahresringe nahezu parallel nebeneinander. Das Holzbild ist schlicht streifig.

Bei einigen Holzarten werden die bei dieser Schnittführung längs aufgeschnittenen Holzstrahlen besonders gut sichtbar. Sie werden als Spiegel bezeichnet, wie z.B. bei Eichenholz

Der Radialschnitt wird parallel zur Stammachse geführt. 

Tangentialschnitt 

Beim Tangentialschnitt wird nicht durch die Stammmitte geschnitten. Dadurch ergeben sich gefladerte Holzmaserungen, die mit Kegelanschnitten (Parabeln) vergleichbar sind. 

Der Tangentialschnitt wird parallel zur Stammachse geführt. 

Holz (7 interessante Fakten)

Eigenschaften des Holzes

Ästhetische Eigenschaften 

Die ästhetischen Eigenschaften des Holzes machen die Schönheit des Holzes aus und sind ein Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Holzarten. 

Es wird unterschieden: 

  • Farbe 
    • dunkles Holz, helles Holz
    • gelblich, weiß, braun, rötlich 
  • Textur
    • Zeichnung 
    • Faserverlauf  
  • Geruch 
  • Glanz 
  • Feinheit 

Wodurch wird die Farbe im Holz hervorgerufen? 

Die natürliche Farbwirkung des Holzes entsteht durch eingelagerte Farbstoffträger (Farbpigmente) in den Zellen und ist abhängig vom Anteil an Lignin und Zellulose sowie vom Grad der Verkernung. 

Welche Hinweise gibt die Farbe des Holzes? 

Die Farbe des Holzes ist ein wichtiges Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmal für einzelne Holzarten. 

Hölzer mit deutlich begrenzten Hell-Dunkel-Zonen gehören z.B. zu den Kernholzarten. 

Braune Hölzer sind beispielsweise: 

  • Eiche 
  • Rüster
  • Nussbaum

Weiße Hölzer sind beispielsweise: 

  • Ahorn 
  • Weißbuche 

Tropische Hölzer haben häufig kräftige, stark auffallende Farben. Ebenholz ist fast schwarz, Mahagoni rötlich-braun und Padouk rotbraun bis leuchtend rot. 

Holz (7 interessante Fakten)

Textur des Holzes 

Die Textur des Holzes ist das Bild, das eine geglättete Holzoberfläche zeigt. Ihr Aussehen hängt neben den Besonderheiten der Holzart ab von: 

  • Schnittlegung am Stamm 
  • deutliche Abgrenzung der Jahrringe 
  • Äste und andere Wuchsunregelmäßigkeiten 

Welche Hölzer haben eine auffällige Textur? 

  1. Eine deutlich gestreifte und gefladerte Textur haben beispielsweise: 
  • Eiche
  • Esche
  • viele Nadelhölzer 
  1. Eine auffällige schlichte Textur haben: 
  • Ahorn 
  • Birke 
  1. Eine gewellte, geriegelte oder gewimmerte Textur haben: 
  • Birke 
  • Bergahorn
  • Nussbaum 
  1. Eine besondere Textur zeigt: 
  • Schälfurnier des Zuckerahorns (wird als Vogelahorn bezeichnet) 

Geruch des Holzes

Der Geruch bei frisch eingeschnittenem Holz rührt von leicht flüchtigen Bestandteilen, z.B. von: 

  • Ätherischen Ölen 
  • Harze
  • Fette
  • Wachsen 
  • Terpenen 

Einige Holzarten sind auffällig stark riechend, wie beispielsweise:

  • Sandelholz 
  • Rosenholz 
  • Zedernholz 
  • Kiefer 

Festigkeit des Holzes

Die Festigkeit des Holzes ist von diesen Faktoren abhängig: 

  • Belastungsrichtung
    • in Faserrichtung 
    • quer zur Faser 
  • Holzart
    • insbesondere der Rohdichte 
  • Holzfeuchte
  • Wuchsunregelmäßigkeiten 
    • z.B. Äste 

Welche Festigkeitseigenschaften werden unterschieden? 

Diese Festigkeitseigenschaften werden unterschieden: 

  • Druckfestigkeit 
  • Zugfestigkeit 
  • Scherfestigkeit 
  • Biegefestigkeit 
  • Knickfestigkeit
  • Spaltfestigkeit
  • Drehfestigkeit

Was bedeutet Druckfestigkeit? 

Bei der Druckfestigkeit wirkt eine Kraft senkrecht auf eine Holzoberfläche, wodurch Druck entsteht. Zu starker Druck verformt oder zerstört das Holz. 

Die Druckfestigkeit des Holzes ist der Spannungszustand, den das Holz ohne bleibende Verformung bzw. Bruch aushalten kann. Sie ist wie die Zugfestigkeit in Faserrichtung sehr viel größer als quer zur Faser. 

Sie wird in N/mm2 angegeben. 

Was ist die Biegefestigkeit beim Holz? 

Werden beispielsweise Regalbretter, Einlegeböden oder Tragbalken durch Krafteinwirkung senkrecht zur Faser belastet, biegen diese durch und die Bruchgefahr nimmt zu. 

Die Biegefestigkeit des Holzes ist der Spannungszustand, den das Holz ohne Bruch oder dauerhafte Verformung aushalten kann. Dabei werden auf der einen Seite die Holzfasern gestaucht und auf der anderen Seite auseinander gezogen. Es handelt sich folglich um eine kombinierte Druck- und Zugbelastung.

Sie wird in N/mm2 angegeben.

Holz (7 interessante Fakten)

Gefahren für die Gesundheit 

Gibt es gesundheitsschädliche Holzeigenschaften? 

Holz bildet zum Schutz vor Schädlingen Abwehrstoffe, die auch für den Menschen gefährlich sein können. So ist z.B. nachgewiesen, dass Buchen- und Eichenholzstaub krebserzeugend ist. 

Bei der Bearbeitung einiger exotischer Hölzer kann Holzstaub diese Begleiterscheinungen hervorrufen: 

  • Entzündungen an: 
    • Augen 
    • Atemwege 
    • Haut 
  • Erbrechen 
  • Etc. 

Feuchtigkeit und “Arbeiten” des Holzes

Hygroskopizität 

Die Hygroskopizität ist die Eigenschaft des Holzes, Feuchtigkeit aus feuchter Luft aufzunehmen oder an trockene Luft abzugeben. Dabei quillt oder schwindet das verarbeitete Holz. 

Fasersättigungspunkt

Der Fasersättigungspunkt ist erreicht, wenn sich in den Zellhohlräumen kein freies Wasser mehr befindet, die Zellwände aber mit gebundenem Wasser noch gesättigt sind. 

Bei den meisten Holzarten liegt er bei einer Holzfeuchte von etwa 30 %. 

Was passiert, wenn der Fasersättigungspunkt unterschritten wird? 

Bei der Abgabe der gebundenen Feuchtigkeit schwinden die Zellwände. Die dabei entstehende Spannungen im Holz führen zu Maß- und Formveränderungen. 

Es wird davon gesprochen, dass das Holz arbeitet. 

Holzfeuchtegleichgewicht 

Holz gibt so lange Feuchtigkeit ab, bis ein Ausgleich mit der umgebenden Luft erreicht ist. Die verbleibende Restfeuchte wird als Holzfeuchtegleichgewicht bezeichnet. 

Da sich z.B. im Innenbereich die Luftfeuchtigkeit über einen größeren Zeitraum nur gering ändert, variiert dort auch das Holzfeuchtegleichgewicht kaum. 

Die in etwa zu erwartenden Holzfeuchtegleichgewichtswerte für den Innen- und Außenbereich sind bekannt. Hierbei spricht man auch von der Verwendungs- oder Sollfeuchte

Durch die Beachtung der Sollfeuchte bei der Verarbeitung wird späterem Schwinden oder Quellen des Holzes vorgebeugt. 

Holz (7 interessante Fakten)

Warum muss bei der Holzauswahl auf die Holzfeuchte geachtet werden? 

Die Verarbeitung von zu feuchtem oder zu trockenem Holz führt zu Rissbildungen oder Form- und Maßveränderungen. 

Bei zu feuchtem Holz ist außerdem mit Fehlverleimungen und mangelhaften Lackoberflächen zu rechnen und die Gefahr des Pilz- und Schädlingsbefalls ist größer.

Wie kann die Holzfeuchte bestimmt werden? 

Die Holzfeuchte kann durch diese Verfahren bestimmt werden: 

  • Elektrisches Messverfahren 
  • Elektronisches Messverfahren 
  • Darrprobe
  • Prüfestreifen 
    • verändern je nach Feuchtigkeitsgehalt Farbton

Arbeiten des Holzes

Unter dem Arbeiten des Holzes versteht man die Maß- und Formveränderung des verarbeitenden Holzes. 

Ursache hierfür sind Holzfeuchteänderungen unterhalb des Fasersättigungspunkt, wodurch die Holzzellenwände schwinden und quellen. 

Die Formänderung entsteht durch eine unterschiedliche Maßänderung in tangentialer, radialer und axialer Richtung

Wie kann verhindert werden, dass sich das Arbeiten des Holzes an Werkstücken nachteilig auswirkt? 

Um die Folgen des Arbeitens des Holzes in Grenzen zu halten, ist eine sorgfältige Holzauswahl erforderlich. 

Hierzu zählt z.B. die Wahl schwingungsarmer Holzarten mit einer Holzfeuchte, die dem Verwendungszweck entspricht. 

Verformungskräfte können durch entsprechende Konstruktionen wie z.B. Gratleisten und fachgerechte Verbindungen aufgefangen werden. 

Schwind- und Quellbewegungen des Holzes können nicht verhindert werden. Um Schäden am Werkstück zu verhindern, sind hierfür ausreichende Bewegungsspielräume vorzusehen. 

In welche Richtungen arbeitet Holz? 

Holz arbeitet in drei Richtungen: 

  • Tangential 
    • Richtung der Jahrringe
    • ca. 10 %
  • Radial 
    • Richtung der Holzstrahlen
    • ca. 5 % 
  • Axial 
    • Richtung der Faser
    • ca. 0,1 bis 0,5 % 
Holz (7 interessante Fakten)

Du möchtest mit Holz arbeiten und möchtest Dich über die unterschiedlichen Werkzeuge informieren? Dann könnte Dich unser Blog “Was ist ein Stemmeisen?” interessieren.

Holzeinschnitt und Handelsformen 

Warum ist der Holzeinschlag in kalten Jahreszeiten günstiger? 

Gründe, weshalb der Holzeinschlag in kalten Jahreszeiten günstiger als im Sommer ist: 

  1. Die niedrigen Temperaturen im Winter verhindern Schwundrisse durch zu schnelles Trocknen. 
  2. Kein Befall durch tierische und pflanzliche Schädlinge. 
  3. Das Holz ist weniger saftreich und hat dadurch auch weniger Masse. 
  4. Der gefrorene Waldboden erleichtert den Abtransport der Stämme. 

Schnittholz 

Schnittholz wird in diesen Formen gehandelt: 

  • Bauschnittholz 
    • Balken 
    • Kreuzhölzer
    • Kanthölzer
    • Latten
  • Werkholz 
    • Bretter
    • Bohlen
    • Dielen
  • Halbfertigerzeugnisse
    • Halbfabrikate aus Holz 

Querschnittsmaße bei Bauschnittholz

Bauschnitthölzer sind im Querschnitt quadratisch oder rechteckig und haben folgende Maße: 

  1. Latten 
  • Querschnittsfläche: 32 cm2
  • Querschittsseite: max. 32 cm
  1. Kanthölzer 
  • große Querschittsseite: max. 18 cm 
  • kleine Querschittsseite: mind. 6 cm 
  1. Balken 
  • große Querschittsseite: mind. 20 cm 
  • kleine Querschittsseite: mind. 8 cm 

Was ist der Unterschied zwischen Brettern und Bohlen? 

Bretter

  • Breite: mind. 80 mm 
  • Dicke: mind. 8 mm, max. 40 mm 

Bohlen

  • Breite: mind. 40 mm 
  • Dicke: mind. dreifache Dicke

Man unterscheidet unbesäumte und besäumte Bretter und Bohlen, wobei die Besäumschnitte konisch entlang der Baumkante oder parallel zueinander verlaufen.

Holz kaufen

Holz Possling 

Holz Possling verkauft alles was das Heimwerkerherz begehrt. 

Das Sortiment von Holz Possling beinhaltet: 

  • Baustoffe
  • Hölzer
  • Werkzeug
  • Garten 
  • Holzbaustoffe
  • Sanitär

Holz Possling Berlin ist an drei Standorten zu finden: 

Holz (7 interessante Fakten)

FAQ-häufig gestellte Fragen 

Wie kann Holz bearbeitet werden? 

Holz kann auf diese Weisen bearbeitet werden: 

– Sägen 

Beizen 

– Ölen 

– Schleifen 

– Wässern 

– Fräsen 

– Fausten 

– Hobeln 

– Abrichten 

– Bohren 

– Lasieren 

– Lackieren 

– Etc.

Wieso wird Holz bearbeitet? 

Deshalb kann Holz bearbeitet werden: 

– optisch gestalten 

– in Form bringen 

– altern lassen 

– Holzschutz 

Welche Harthölzer gibt es? 

Diese Holzarten gehören zum Hartholz

– Buche

– Esche 

Eiche

– Ahorn 

– Robinie

– Birke

– Erle 

– Ulme 

Was ist Charta für Holz 2.0? 

Charta für Holz 2.0 ist eine Vereinigung, die das Ziel verfolgt, nachhaltig Wald zu bewirtschaften Holz im Hinblick des Klimaschutzes zu verwenden. Charta für Holz 2.0 trägt zum Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung bei. 

Gibt es eine Holzsendung auf ARD alpha? 

Ja, auf ARD alpha gibt es Sendungen über Holz: 

– Alter Baustoff, neu gedacht 

– Rohstoff Holz 

– Holz- der Überwerkstoff 

– Holz- darauf können wir bauen 

– Holzbranchen in Deutschland 

Was ist Holz Richter? 

Holz Richter ist ein Familienunternehmen und haben im Sortiment: 

– Parkett 

– Vinyl 

– Laminat 

– Innenüren 

– Gartenmöbel 

– Gartenhölzer

– Grills 

– Türen 

– Terrassendielen

– Etc.

Gibt es einen Song über Holz? 

Ja, es gibt Songs über Holz: 

“Ich und mein Holz”

Was für Holz gibt es?

Dieses Holz gibt es: 

Es gibt Weichholz und Hartholz. 

Zu den Weichhölzern gehören: 

– Douglasie

– Kiefer

– Tanne 

– Lärche

– Fichte

Zu den Harthölzern gehören beispielsweise: 

– Buche

– Esche 

– Eiche

– Ahorn 

– Robinie

– Birke

– Erle 

– Ulme

Für was wird Holz verwendet? 

Dafür wird Holz verwendet: 

– Inneneinrichtung 

– Parkett 

– Möbel (z.B. Couchtisch) 

– Treppen 

– Türen 

– Fenster

– Musikinstrumente

– Verkleidungen 

– Hauskonstruktiionen 

– Dachstühle

– Kochutensilien 

– Dekoration (z.B. aus Altholz) 

– Sichtschutz 

– Schiffsbau 

Was ist Holz chemisch gesehen?

Chemisch gesehen ist Holz ein organisches Material, welches aus Kohlenwasserstoffverbindungen besteht. Holz besteht hauptsächlich aus diesen Stoffen: 

– Zellulose

– Hemicellulose

– Lignin 

Die chemische Zusammensetzung des Holzes weist größere Unterschiede zwischen den einzelnen Holzarten, geringere zwischen Hölzern der gleichen Art und zwischen den verschiedenen Zones eines Holzes (z.B. Kern und Splint) auf. 

Was sind die Eigenschaften von Holz?

Die Eigenschaften von Holz sind: 

– Textur

– Farbe 

– Geruch 

– Glanz 

– Geruch 

Holz (7 interessante Fakten)

Dieser Artikel beschäftigte sich mit dem Holz. Du hast einen allgemeinen Überblick über das Holz erhalten. Was bedeutet, dass das Holz arbeitet? Wir haben aufgeklärt!

Quellen: 

Buch: Holzfachkunde; Autor: Bernd Wittchen, Elmar Josten, Thomas Reiche; 4. Auflage 

Buch: Holztechnik Fachkunde, 23. Auflage

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