Wieso werden Holzstämme bewässert?

Wieso werden Holzstämme bewässert? Wir klären auf was hinter dem Bewässer steckt! 

Wieso werden Holzstämme bewässert? 

Holzstämme werden bewässert, um die Qualität des Holzes während der Lagerung beizubehalten. Mehr als 50.000 Festmeter Holzstämme können zur gleichen Zeit gewässert werden. Durch die Beregnungssysteme füllen sich die Poren des Holzes mit Wasser, wodurch kein weiterer Sauerstoff in die Poren gelangen kann. Sauerstoff ist eine wichtige Lebensgrundlage für Schädlinge, wie beispielsweise holzzerstörende Insekten (z.B. Hausbockkäfer) oder Pilze (z.B. Rotstreifpilz, Schichtpilz). Die hohe Feuchtigkeit der Holzstämme verhindert zudem die Entstehung von Rissen, welche durch Trocknung oder Schwinden des Holzes entstehen können. Das Bewässern der Holzstämme wird als Nasslager bezeichnet. 

Wieso werden Holzstämme bewässert?

Vorteile

  • Grosse Holzmengen koennen ueber einen langen Zeitraum (mehrere Jahre) gelagert werden, ohne dass die Qualität verloren geht. 
  • Grosse Mengen Holz können an einem Ort unter freiem Himmel gelagert werden. Das Lagern in Hallen oder ähnliches ist nicht notwendig.  
  • Das Wasser der Beregnungssysteme kann abfließen und in den Boden einsickern. 
  • Die Sägeindustrie ist mit dieser Lagerungsmethode einverstanden. 

Nachteile 

  • Sehr hohe Kosten für: ausreichenden Platz, Bewässerung, tägliche Wartung und Kontrolle
  • Das Splintholz kann sich verfärben, da durch die enorme Feuchtigkeit sowie der anschließenden Trocknung Gerbstoffe der Rinde in die Zellen des Splintholzes gelangen können.
  • In Nasslagern koennen die Holzstaemme dennoch von dem Pilz Hallimasch befallen werden. 
  • Beim späteren Auftragen von Lacken, Lasuren oder Beizen kann es zu einer ungleichmäßigen Aufnahme kommen, da die Poren unterschiedlich dicht mit Wasser gefüllt sein können.  
  • Nasslager müssen täglich kontrolliert werden. Würde die Bewässerungsanlage für nur einige Stunden ausfallen 
Wieso werden Holzstämme bewässert?

Voraussetzungen Nasslager

  • Lagerort
    • mit guter Verkehrsanbindung 
    • Zufahrtswege, die Lasten einen Schwertransporters tragen können 
    • Anschlüsse fuer Beregnungssysteme (Wasser und Strom)
  • Bewässerungsanlage 
    • Vorschriften des Wasserhaushaltsgesetz des Bundes (WHG) und Wassergesetze der Länder beachten 
    • stündliche Bewässerungsmenge: max. 1 Liter pro Sekunde (bei 1000 Festmeter Rundholz)
    • Mindestbedarf: 3,6 m3 Wasser pro 1000 Festmeter Rundholz
  • Polteraufbau
    • parallel zur Straße, zum Weg (geregelte Wasserableitung)
    • Baumstämme sollten eine Länge haben  
    • Hirnholzflächen der Holzstämme einheitlich übereinander stapeln 
    • Ansägen der Wurzelanläufe 
    • obere Baumstämme sollten nicht untere Holzstämme überragen! (= Entstehung eines Regenschattens -> Qualitätsminderung) 
    • Höhe: max. 4 m 
    • getrennte Einheiten je nach Waldbesitzern, Länge, Durchmessern, Baumart und Qualität 
    • Lagerung kennzeichnen durch Holztafel (außerhalb des zu bewässerten Bereiches anbringen) 
  • Sortieren der Einheiten 
    • auf eine qualitätsorientierte Sortierung achten 
    • einheitliche Länge der Holzstücke (überstehendes Holz begünstigt Regenschatten)
    • i.d. R. Holzstämme nicht länger als 19 m (spaeter: gute Laenge fuer Transport) 
    • je nach Stärke Holzstämme in Klassen ordnen (3a und 3b) 
Wieso werden Holzstämme bewässert?

Bei der Einlagerung in das Nasslager, sollte die Feuchtigkeit des Splintholzes mind. 120% betragen. Da dieser Feuchtigkeitsgehalt bei frisch gefälltem Holz besteht, sollten diese Stämme so schnell wie möglich in das Nasslager transportiert werden. 

Chemisch behandeltes Holz sollte nicht eingelagert werden. 

Zudem ist darauf zu achten, dass Baumstämme mit einer guten Qualität eingelagert werden. 

Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass die Qualität trotz jahrelanger Beregnung nicht sank. Das Holzstämme besaßen noch die Werte für waldfrisches Holz, jedoch sollte Nadelholz nur 2 bis 3 Jahre und in den seltensten Fällen 4 bis 5 jahre nass gelagert werden. Dagegen ist zu raten, dass Laubholz nur einiger Monate bis maximal 1 Jahr gelagert werden. 

Der Hallimasch kann die Baumstämme ab dem 3. Jahr des Nasslagers befallen, was zu einem enormen Qualitätsverlustes fuehren kann. Daher ist eine Lagerung von maximal 3 Jahren zu empfehlen. 

Eine längere Lagerung kann zu dem das Verfärben des Splintholzes begünstigen. 

FAQ- häufig gestellte Fragen 

Warum wird Holz bewässert? 

Holzstämme werden bewässert, um die Qualität des Holzes während der Lagerung beizubehalten. Durch die Beregnungssysteme füllen sich die Poren des Holzes mit Wasser, wodurch kein weiterer Sauerstoff in die Poren gelangen kann. Sauerstoff ist eine wichtige Lebensgrundlage für Schädlinge, wie beispielsweise holzzerstörende Insekten (z.B. Hausbockkäfer) oder Pilze (z.B. Rotstreifpilz, Schichtpilz). Die hohe Feuchtigkeit der Holzstämme verhindert zudem die Entstehung von Rissen, welche durch Trocknung oder Schwinden des Holzes entstehen können. Das Bewässern der Holzstämme wird als Nasslager bezeichnet. 

Warum wird gelagertes Holz nass gemacht?

Wenn gelagertes Holz nass gemacht wird, bezeichnet man dies als Nasslager. Holzstämme werden bewässert, um die Qualität des Holzes während der Lagerung beizubehalten. Durch die Beregnungssysteme füllen sich die Poren des Holzes mit Wasser, wodurch kein weiterer Sauerstoff in die Poren gelangen kann. Sauerstoff ist eine wichtige Lebensgrundlage für Schädlinge, wie beispielsweise holzzerstörende Insekten (z.B. Hausbockkäfer) oder Pilze (z.B. Rotstreifpilz, Schichtpilz). Die hohe Feuchtigkeit der Holzstämme verhindert zudem die Entstehung von Rissen, welche durch Trocknung oder Schwinden des Holzes entstehen können. Das Bewässern der Holzstämme wird als Nasslager bezeichnet. 

Wie lang kann man Stammholz lagern? 

Stammholz kann man maximal 2 bis 3 Jahre lang lagern. Nach dem dritten Jahr besteht die Möglichkeit eines Qualitätsverlustes, da es zu einem Hallimaschbefall des Stammholzes kommen kann. 

Wie lange kann man Holz lagern?

So lange kann man Holz lagern: 

– Nadelholz= 1 Jahr Lagerung

– Holz von Laubbaum= 3 Jahre Lagerung 

Wird jedoch Holz zu lange gelagert, kann der Heizwert des Holzes sinken. 

Wie lange Fichtenholz lagern? 

Fichtenholz sollte 1 Jahr lang lagern. Wenn Fichtenholz zu lang gelagert wird, kann es an Brennwert verlieren. 

Wie lange Kiefernholz lagern?

Kiefernholz sollte 1 jahr lang gelagert werden. Wenn Kiefernholz zu lang gelagert wird, kann es an Brennwert verlieren. 

Wie lange muss man Tanne lagern? 

Tanne muss man 1 Jahr lang lagern. Wenn man Tanne zu lang lagert, verliert es an Brennwert. 

Wieso werden Holzstämme bewässert?

Wieso werden Holzstämme bewässert? Dieser Artikel klärte auf, weshalb Holzstaemme nass gelagert werden. 

Für weitere spannende Informationen findest du hier Fakten über den Einfluss von Nasslagern auf den ökologischen Zustand und die Fischfauna von Fliessgewässern

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