Douglasie (7 interessante Fakten)

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Douglasie. Du erfährst, wie die Douglasie nach Europa kam und welche Eigenschaften das Holz hat. Kann man sich von Douglasien ernähren? Wir klären auf!

Was ist eine Douglasie? 

Die Douglasie, auch gewöhnliche Douglasie, gehört zu den Nadelbäumen und ist ein Weichholz. Die Douglasie stammt aus dem Nordwesten Nordamerikas, wo sie in den küstennahen Bergen vorkommt. Da sie ausgesprochen schnell wächst, wurde sie als Forstbaum auch in deutschen Wäldern angepflanzt. Ansonsten kannst du Douglasien auch als Ziergehölz in Parks finden. 

Douglasie (7 interessante Fakten)

Steckbrief 

  • Fachbezeichnung
    • Pseudotsuga menziesii
  • Herkunft
    • Westliches Nordamerika 
    • aus Amerika kultiviert 
  • Weitere Bezeichnungen  
    • Dougastanne 
    • Douglasfichte
    • Oregon Pine 
  • Bedeutung
    • wertvoller Zier- und Forstbaum 
  • Wuchs
    • einhäusiger Baum
    • Höhe: 10 bis 30 m/ bis zu 90 m 
    • schlank
    • pyramidenförmig
    • gerade abstehende Äste 
    • wächst rasch 
  • Rinde
    • glatt 
    • dünn 
    • grün 
    • im Alter sehr dick 
    • borkig 
    • rotbraun bis schwarz 
  • Nalden 
    • dunkelgrün 
    • undeutlich-2-zeilig 
    • waagerecht vom Zweig abstehend 
    • Nadelstiel schräg vom Zweig abstehend 
    • oberseits: dunkelgrün, schwach glänzend
    • unterseits: mit 2 weißen Spaltöffnungsstreifen 
    • bis 0,5 mm breit 
    • stumpf oder kurzzugespitzt 
    • weich 
    • zerrieben wohlriechend 
  • Frucht 
    • hängende Zapfen 
    • hellbraun 
    • elliptisch 
    • bis 10 cm lang 
    • Samenschuppen: hellbraun, rund, lederartig 
    • Samen: zusammengedrückt, geflügelt, 
    • Deckenschuppen: in Mitte gespalten, Zipfel gezähnt, länger als Fruchtschuppen, im Umriss dreieckig, breit 
  • Blüten 
    • Männliche Blüten: orange-gelb, zylindrisch gestielt, in Achseln der oberen Nadeln 
    • Weibliche Blüten: purpur bis grün
Douglasie (7 interessante Fakten)

Kennzeichen 

Die Nadeln der Douglasie sind der der Weiß-Tanne ähnlich, aber mit weniger ausgeprägten weißen Streifen auf der Unterseite versehen. 

Junge Douglasien besitzen eine glatte Rinde. 

Die Harzbeulen weisen ein flüssiges, nach Orange duftendes Harz aus. 

Vorkommen 

In ihrer Heimat im westlichen Nordamerika gibt es mindestens zwei unterschiedliche Klimaklassen: 

  1. Küstenform 
  • Grüne Douglasie
  1. Inlandfrom 
  • Graue Douglasie

In Europa ist die Douglasie die wichtigste fremdländische Baumart der Wirtschaftswälder und wird zunehmend angebaut. 

Wissenswertes

  1. Ihren Namen trägt die Art zu Ehren des schottischen Botanikers D.Douglas, der sie 1827 nach Europa brachte. Ihr Holz ist im internationalen Handel unter der Bezeichnung “Oregon Pine” bekannt. 
  2. Die Zapfen hängen herab und fallen im ganzen ab. 
  3. Die Zweige sind als Schmuckreisig zur Adventszeit sehr beliebt. 
  4. Die größte Douglasie wurde 133 m groß und zählt damit zu den höchsten Bäumen, die jemals gemessen wurden. In Deutschland hält eine 90-jährige Douglasie mit ca. 64 m den aktuellen Höhenrekord. 
Douglasie (7 interessante Fakten)

Wie kam die Douglasie nach Europa? 

Der Schotte David Douglas war einer der berühmtesten Botaniker des 19.Jahrhunderts. 

Auf drei reisen erforschte er zwischen 1825 und 1834 die Landschaften des westlichen Nordamerika. 

1827 durchquerte er zu Fuß und mit dem Boot den Kontinent  von Vancouver zur Hudson Bay und brachte umfangreiches Forschungsmaterial mit. 

Im verdanken wir die Einführung: 

  • der Douglasie
  • die Sitkafichte
  • der Edeltanne 
  • des Oregonahorns

sowie vieler Kiefernarten in Europa. 

Die Douglasie, die eine imponierende Höhe von 100 m erreichen kann, wird in der Untergattung “grüne Douglasie” zur Aufforstung eingesetzt. 

Obwohl die Douglasie auch gelegentlich Douglastanne genannt wird, gehört sie nicht zur Gattung Tanne (Abies). 

Woher stammt ihre lateinische Bezeichnung? 

Ihr lateinische Bezeichnung, Pseudotsuga menziesii, erhielt sie nach einem anderen Botaniker, Archibald Menzies. Archibald Menzies erwähnte sie als erster bei einer Expedition des Kapitäns Vancouver um 1790. 

Douglasie (7 interessante Fakten)

Holz der Douglasie

Eigenschaften des Holzes 

Das Holz der Douglasie besitzt folgende Eigenschaften: 

  • Rohdichte: 0,50
  • Kernholzbaum 
  • Kern 
    • bräunlich rötlich/gelblich
    • dunkelt nach 
  • Splint
    • weiß bis hellgelb 
  • Spätholz
    • Dunkler 
    • scharf abgegrenzt 
  • harzhaltig 
  • fest und hart 
  • mittelschwer 
  • wenig Schwund 
  • gutes Stehvermögen 
  • sehr gut zu bearbeiten 
  • nachträglicher Harzaustritt störend 

Verwendung

Douglasie findet in diesen Bereichen Verwendung

  • Bauholz 
    • Innenbereich 
    • Außenbereich 
  • Möbel 
  • Fußböden 
  • Verkleidungen 
  • Fassaden 
  • Vertäfelungen 
  • Schiffs- und Wasserbau 
  • Sperrholz 
  • Rahmenbau 
  • Treppen 
  • Segelbootmasten 
  • Furnier 
  • Kinderspielplätze 
  • Terrassendielen 

Beständigkeit 

  • mäßig bis gut witterungsfest 
  • Mäßig beständig gegen Pilzbefall 

Besonderheiten

  • schmaler Splint 
  • schlecht zu imprägnieren 
  • kann leicht verblauen 
  • harzhaltig
  • Harzaustritt möglich 
Douglasie (7 interessante Fakten)

Douglasie bearbeiten 

Wie gut lässt sich Douglasie bearbeiten? 

Wie gut sich Douglasie bearbeiten lässt, ist von der Breiter der Jahresringe abhängig. 

Holz, bei dem die jahresringe dicht beieinander liegen, lässt sich in der Regel gut bearbeiten. 

Sind die Jahresringe breit, wird von einem inhomogenen Gewebe gesprochen. Bei inhomogenen Holz besteht die Gefahr, dass das Holz splittert oder Fasern ausreißen, sobald das Holz folgend bearbeitet wird: 

  • Nägel
  • Schrauben 
  • Hobel 
  • Profilieren 

Vor der direkten Bearbeitung sollten Harzgallen herausgeschnitten werden und Harzreste von der Holzoberfläche entfernt werden. 

Trocknung 

Douglasienholz kann technisch schnell und problemlos getrocknet werden. Damit Harzaustrotte vermieden werden können, sollte die Douglasie nach der technischen Trocknung lange eingelagert werden. 

Douglasie pflanzen 

Douglasien sollte im Frühjahr gepflanzt werden, so eignen sich besonders die Monate März bis April. Dass die Douglasie einpflanzbereit ist, zeigen die kleinen Knospen an. 

Wird die Douglasie im Herbst eingepflanzt, so kann es passieren, dass die Wurzeln im Boden keinen Anschluss mehr finden und die Douglasie deswegen sich nicht verankern und wachsen kann. 

Welches Wetter eignet sich am besten? 

Am besten eignet sich ein verregnetes Wetter, da so vermieden wird, dass die Douglasien austrocknen. Achte demnach unbedingt darauf, dass die Douglasie besonders in den ersten zwei Wochen des Einpflanzens gut mit Wasser versorgt wird. 

Was bedeutet Pflanzverband? 

Als Pflanzverband wird bezeichnet, wie groß der Abstand der einzelnen Pflanzen bei der Pflanzung sind. 

Was passiert, wenn Douglasien zu weit auseinander gepflanzt werden? 

Werden Douglasien zu weit auseinander gepflanzt, können sie viele Nährstoffe dem Boden entziehen und bekommen viel Sonnenlicht ab, da die Konkurrenz nicht zu hoch ist. Das hat zufolge, dass die Jahresringe breit auseinander liegen und dass die Äste stark ausgeprägt sind. Die Breite der Äste kann somit über 4 cm liegen. 

Was passiert, wenn Douglasien zu eng gepflanzt werden? 

Werden Douglasien zu eng aneinander gepflanzt, ist die Konkurrenz nach Licht sehr hoch. Das kann dazu führen, dass die Douglasien überdurschnittlich hoch wachsen und die Bestände dadurch instabiler werden. 

Was sollte beim Pflanzen von Douglasien beachtet werden? 

Douglasienpflanzen sollten sehr vorsichtig behandelt werden, damit es nicht zu negativen Folgen im Kultur-Erfolgt kommt. Besonders wurzelnackte Pflanzen sind sehr gegen trockenheit empfindlich. Achte demnach darauf, dass die Wurzeln zwischen dem Ausheben und dem Einpflanzen die gesamte Zeit vor Austrocknung geschützt werden. 

Wie wird die Herkunft einer Pflanze bestimmt? 

Folgende Kurzzeichen geben über die Herkunft der Pflanze Auskunft: 

  • Aut
    • Autochthon 
    • Herkunft aus autochthonem Pflanzenmaterial 
    • Jungpflanze dort gewachsen, wo Ursprung liegt 
  • Ni.aut
    • Nicht autochthon 
    • Ursprung: Nordamerika 
    • Jungpflanzen wachsen meist in anderen Regionen auf 
  • Ni.FoVG
    • Erzeugtes Vermehrungsgut fällt nicht unter Forstvermehrungsgutgesetz
  • unbk.Ursp.
    • Unbekannter Ursprung 
  • AG
    • ausgewählt 
  • QG
    • quellengesichert 
  • SQ
    • Saatgutquelle 
    • Art des Ausgangsmaterials 
  • EB
    • Erntebestand 
  • Fowi
    • multifunktionale Forstwirtschaft 
  • Gf
    • qualifiziert 
  • FsaarG
    • Forstsaatgutgesetz 
Douglasie (7 interessante Fakten)

Douglasie zum Verzehr  

Nadeln 

Die kleinen Triebspitzen sowie die Nadeln können im März und April geerntet werden. Aus diesen Triebspitzen und Nadeln lässt sich wunderbar ein Sud vorbereiten, indem sie im heißen Wasser gekocht werden. Dieser Sud kann anschließend mit Zucker oder Sirup angereichert werden.

Die frisch geernteten Nadeln können zudem aufgekocht und als Tee genossen werden. 

Im herkömmlichen Sinn werden die frischen Triebe zur Aromatisierung, als Geschmacksverstärker in alkoholischen Getränken verwendet. 

Werden die Nadeln geröstet oder pulverisiert, so können sie den Geschmack von Orange annehmen. 

Blüten 

Junge männliche Knospen können mit Zucker und Sirup angereichert werden. 

Zapfen 

Die weiblichen Zapfen der Douglasie, welche im Juni bis Juli geerntet werden, können alkoholische Getränke aromatisieren. 

Samen 

Samen können zwischen August und September geerntet werden und den Geschmack von Bratlinge verfeinern. 

Die Samen der Zapfen werden geerntet, indem die Zapfen erwärmt und die Samen heraus geklopft werden. 

Grüner Smoothie 

Die Nadeln der Douglasie können dem Smoothie eine feine Weihnachtsnote verliehen.  

Douglasie kaufen 

Baumarkt 

In diesen Baumärkten kannst du Douglasienholz kaufen: 

Händler

Bei diesen Händlern kannst du Douglasienholz kaufen: 

  • Holzhandel-Deutschland 
  • Holzland 
  • Der Holz-Shop
  • Holz-Rentsch 
  • Kloepfer

In welchen Formen gibt es Douglasienholz? 

Douglasienholz ist in diesen Formen erhältlich: 

  • Rahmenholz 
  • Bretter
  • Bohle 
  • Dielen 
  • Terrassendielen 
  • Balken
Douglasie (7 interessante Fakten)

FAQ- häufig gestellte Fragen 

Wie wetterfest ist Douglasie?

Douglasie ist gut wasserfest, obwohl das Holz relativ weich ist. Douglasie ist sehr witterungsbeständig und schwindet sowie quillt nur wenig. Demnach ist Douglasie sehr wetterfest.  

Mit welchem Holz kann die Douglasie ausgetauscht werden? 

Die Douglasie kann je nach individuellem Holton und Textur mit Lärche oder Kiefer ausgetauscht werden. Eher selten kann die Douglasie mit der Fichte ausgetauscht werden. 

Wie witterungsbeständig ist Douglasie?

Douglasie ist sehr witterungsbeständig, da sie folgende Eigenschaften besitzt:

– fest 

– hart 

– wenig Schwund 

– gutes Stehvermögen  

Douglasie gehört zu den witterungsbeständigen Holzarten, weshalb sie auch oft für den Außenbereich verwendet wird. 

Ist Douglasie ein Hartholz?

Nein, Douglasie ist ein Weichholz und kein Hartholz, da die Douglasie eine Rohdichte von 0,50 besitzt. Zu den Harthölzern gehören beispielsweise: 

– Eiche

– Esche

– Birne

– Ahorn 

– Buche

– Birke 

Was für ein Holz ist Douglasie?

Douglasie ist ein Weichholz, da die Douglasie eine Rohdichte von 0,50 besitzt. Das Holz der Douglasie lässt sich leicht bearbeiten und weist folgende Eigenschaften auf: 

– fest 

– hart 

– wenig Schwund 

– gutes Stehvermögen 

Wie lange hält Douglasie unbehandelt?

Douglasie hält unbehandelt zwischen 15 und 20 Jahre. Jedoch ist von dieser Zahl abhängig, wie stark die Douglasie beansprucht wird und der Witterung ausgesetzt ist. Diese Faktoren können stark beeinflussen, wie lange Douglasie unbehandelt hält. 

Sollte man Douglasie streichen?

Nein, Douglasie muss man nicht unbedingt streichen, da Douglasie sehr witterungsfest ist und somit keinen Schutz benötigt. Douglasie sollte man jedoch streichen, wenn eine ebene und feine Oberflächenbehandlung gewünscht ist und das Holz der Douglasie geschützt werden soll. Douglasie sollte man streichen, wenn das Holz im Außenbereich eingesetzt wird. 

Welches Holz ist besser Fichte oder Douglasie?

Das Holz von der Fichte ist besser als das der Douglasie. Die Rohdichte vom Fichtenholz (0,47) ist geringer als die Rohdichte von Douglasie (0,50). Die Biegefestigkeit von Fichte und Douglasie liegt dicht beieinander. Ein Vorteil, weshalb Fichte besser ist als Douglasie ist, dass die Douglasie sich bei Kontakt mit Eisenmetallen verfärben kann. Jedoch ist Douglasie für Dachstühle besser als Fichte. 

Wie hart ist Douglasie?

Douglasie besitzt eine Brinell-Härte von 46 bis 53 N/mm2. 

Wie hoch ist die Haltbarkeit von Douglasie? 

Douglasie ist sehr haltbar, da das Holz sehr witterungsbeständig und fest Douglasie muss sogar nicht behandelt werden, jedoch kann dies die Haltbarkeit der Douglasie erhöhen. 

Wie hoch ist der Preis für Terrassendielen aus Douglasie? 

Der Preis für Terrassendielen aus Douglasie liegt bei 3 bis 14 € pro Laufmeter. 

Wofür kann Douglasienholz im Garten verwendet werden? 

Douglasienholz findet im Garten in diesen Bereichen Verwendung: 

– Pergola

– Carport

– Zaun

– Terrasse 

Douglasie (7 interessante Fakten)

Dieser Artikel beschäftigte sich mit der Douglasie. Du hast erfahren, wie die Douglasie nach Europa kam und welche Eigenschaften das Holz hat. Kann man sich von Douglasien ernähren? Wir haben aufgeklärt!

Quellen: 

Buch: Holzfachkunde; Autor: Bernd Wittchen, Elmar Josten, Thomas Reiche; 4. Auflage 

Buch: Holztechnik Fachkunde, 23. Auflage, Europa Lehrmittel 

Buch: Das große Buch des Allgemeinwissens Natur, Verlag das Beste GmbH, 1996

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