Seit wann wird Holz verwendet?

Holz- der älteste Werkstoff der Geschichte der Menschen. Seit wann wird Holz verwendet? Was wurde aus Holz hergestellt? Wir klären auf!

Seit wann wird Holz verwendet? 

Holz wurde schon vor 1,2 Millionen Jahren, in der Steinzeit, verwendet, um Feuer zu machen und Werkzeuge und Waffen zu bauen. Als der Mensch vor 10.000 Jahren sesshaft wurde, wurden Wälder gerodet um Flächen für den Getreideanbau zu gewinnen und um Platz für Siedlungen zu schaffen. Aus dem gerodeten Holz, meist Eiche und andere Laubbäume, wurden Hütten gebaut. Im ersten Jahr nach Christus, in der Eisenzeit, wurde Holz verwendet, um Erz zu schmelzen. 

Verwendung von Holz Steinzeit bis Bronzezeit

Die Steinzeit begann vor rund 1,2 Jahren und endete 2200 v. Chr. DIe Bronzezeit begann 2200 und endete 800 v. Chr. 

Holz wurde zum Feuermachen verwendet, welche wärmten und worauf Fleisch gegart und gekocht werden konnte. 

Folgende Dinge wurden aus Holz gefertigt:

  • der Griff der Steinaexte, Sicheln, Messern, Beile, Keile 
  • Trinkgefäße
  • Schalen und Dosen 
  • Teller
  • Loeffel
  • Spanschachteln
  • Körbe
  • Eimer
  • Wagenräder
  • Zaeune
  • Hütten 
  • Holzfasern für Schnüre und Seile 
  • Schachtelhalm zum Schleifen der Werkzeuge 
  • Grabstöcke und Hacken 
  • Pfeilbogen 
  • aus Bast: Kettenstoffe fuer Taschen und Ummhaengemaentel 
  • Teer aus Birkenrinde 
  • Pfähle, Pfosten, Schwellbalken 
  • Hüttenwände aus Rutengeflecht 
  • Tannenäste und Weidenruten zum zusammenbinden von Konstruktionshölzern 
  • Rindenbahnen zum Decken der Dächer 
  • Isolierschicht der Böden aus: Holzspänen, Ästen und Rindenstücken 
  • Paddel 
  • Floss und Karren 
  • Holzkohle 

Verwendung Holz in Eisenzeit

 Zum Schmelzen von Eisenerzen waren sehr hohe Temperaturen notwendig, weshalb auf Energie aus Brennholz oder auch Holzkohle gewonnen worden ist. Um circa 1 Kilogramm Eisen herstellen zu können, wurden 10 Kilogramm Holzkohle benötigt. Fuer 10 kg Holzkohle wurden circa 50 kg Holz verbraucht.  

Verwendung Holz in der Antike

Die Epoche der Antike dauerte von 800 v. Chr. bis 600 n. Chr. an. 

Holzdecken von prunkvollen Palästen wurden von Holzpfählen gestuetzt.

Holzdecken bildeten so die Etagen und wurden mit Holzdielen ausgelegt.

Ägypten (3000 v. Chr. – 500 n. Chr.) 

Die Schriftsprache mit Hieroglyphen, das Herstellen von Papyrus und die Ausbildung eines differenzierten Staatswesen mit einer arbeitsteiligen Gesellschaft machten Ägypten zu einer frühen Hochkultur des Mittelmeerraumes. 

Das Grab des Tutanchamun enthielt Luxusmöbel. Die Gebrauchs- und Zeremonialmöbel waren für den Gebrauch des Gottkönigs im Jenseits bestimmt. 

Bretter sägten die Ägypter mit Handsägen aus den Stämmen heraus, die an einem in die Erde gerammten Pfahl befestigt waren. Balken werden mit Hacken aus dem Stamm herausgearbeitet. Das Dachsbeil dient als Glätt- und Hobeleisen, jedoch waren Hobelbänke den Ägyptern unbekannt. Holzverbindungen wurden durch Zapfen, Holznägel und Leim hergestellt. 

Im Neuen Reich wird der Wagenbau ein spezieller Teil des Holzhandwerks. Weitere Spezialgebiete sind die Anfertigung von:

  • Bogen
  • Pfeilen
  • Wurfspiessen
  • Stöcker
  • Zeptern
  • Musikinstrumente

Griechenland (1200 v. Chr. – 500 n. Chr.)

Die Kenntnis griechischer Möbel stammt zumeist von Abbildungen auf Vasen oder Reliefs. 

Möbel im Alten Griechenland: 

  • Truhen (zur Aufbewahrung der Kleidung)
  • Speisesofas und Liegen 
  • Tische (zum Abstellen von Speisen und Gefässen)
  • Sitzmöbel (Schemel, Stuhl, Ehrensessel)

Im Alten Griechenland konnte Handwerk nur in einer Werkstatt gelernt werden. 

Es wurden folgende Spezialisierungen gebildet: 

  • Bildhauer
  • Holzschnitzer
  • Zimmerleute
  • Saeger
  • Tischler 
  • Dreher

Rom (900 v. Chr. – 1000 n. Chr.)

Roemische Moebel zeigen klare geometrische Formen mit deutlich gegliederten Flächen und klaren Proportionenverhältnissen. Eiserne Hobel auch mit Zahnhobeleisen wurden verwendet. Verbindungen wurden mit Schwalbenschwanzzinken und Zapfen hergestellt und Oberflächenbehandlungen erfolgten mit Oelen. 

Industrialisierung (18. Jahrhundert)

Zwei wichtige Bestandteile der industriellen Revolution waren Erz und Kohle. Erz konnte aus Eisen gewonnen werden, wobei die Holzkohle die sehr hohen Temperaturen ermöglichte. 

Die ersten Maschinen wurden grösstenteils aus Holz dargestellt. Jedoch waren die Maschinen dadurch nicht wirklich strapazierbar, da die Belastung für das Holz zu groß war. Daher wurden neuere Maschinen aus Eisen und Stahl gefertigt. Zum schmelzen von Erz wurden riesige Mengen an Holzkohle benötigt, weshalb viele Wälder abgeholzt worden sind. Daher musste Holz nun auch importiert werden. 

Heute 

Auch zur heutigen Zeit wird Holz noch für

  • Möbel 
  • Dachkonstruktionen 
  • Fenster und Türen 
  • Außenverkleidungen 
  • Brücken 
  • Treppen 
  • Terrassen 
  • Pergolen 
  • Lärmschutzwände
  • Carports
  • Böden und 
  • Wandoberflächen verwendet.  

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FAQ- häufig gestellte Fragen 

Für was wird Holz verwendet? 

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und wird hauptsächlich in folgenden Gebieten verwendet: 

1) Möbelherstellung

2) Instrumentenherstellung 

3) Bauwesen 

4) Papierherstellung

5) Energiegewinnung

6) Verpackungsindustrie

Welches Holz ist besonders witterungsbeständig? 

Diese Holzarten sind besonders witterungsbeständig: 

Eiche 

Lärche

Douglasie
 
– Robinie 

– Bangkirai (Tropenholz)

– Garapa (Tropenholz)

Wie wird Holz gebildet? 

Holzzellen bilden sich über mehrere Entwicklungsstufen zus teilungsfähigen Zellen. Teilungsfähige Zellen bestehen im Wesentlichen aus der Zellwand, dem Protoplasma und dem Zellkern. So wird aus der Holzzelle Holz: 

– der kugelförmige Zellkern nimmt Form einer Spindel an 

– Chromosomen spalten sich der Länge nach 

– Hälfte Chromosomen an die eine Spindelspitze, andere Hälfte an andere Spindelspitze

– in Mitte der Spindel bildet sich Zellhaut 

– Protoplasma stirbt ab 

– Zellwand besteht nur noch aus Hohlraum, welcher mit Luft und Wasser gefüllt ist

– nicht mehr teilungsfähige Zelle beginnt sich zu strecken (Längen- und Dickenwachstum)

– Zellwand verdickt sich durch Auflagerung von Zellulose und Lignin 

– entstandenes Gerüst ist Holz (fest, steif und hat endgültige Form)

Was sind die Eigenschaften von Holz? 

Die Eigenschaften des Holzes werden in sensuale und physikalische Eigenschaften unterteilt. Die sensuellen Eigenschaften sind sinnlich wahrnehmbar: 

1) Die Textur/ Maserung(z.B. gestreifte, gefladerte, geriegelte, pyramidenförmige, blumige oder geflammte Textur)

2) Die natürliche Farbe

3) Der natürliche Glanz (z.B. hoher Glanz bei Riegelwuchs)

4) Der Geruch 

Nach den physikalischen Eigenschaften des Holzes wird unterschieden: 

1) Dichte (Reindichte, Rohdichte)

2) Festigkeit (z.B. Zugfestigkeit, Druckfestigkeit, Biegefestigkeit)

3) Härte (weich bis sehr hart)

4) Leit- und Dämmfähigkeit 

5) Natürliche Dauerhaftigkeit und Resistenz

Was für ein Werkstoff ist Holz? 

Der Werkstoff Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Holz bezeichnet das Gewebe der Sprossachse der Baeume und wird für Bauwerke, Möbel, zur Papierherstellung und zur Energiegewinnung verwendet. Der Werkstoff Holz ist je nach Holzart witterungsbeständig, kann quellen oder schwinden, weist eine unterschiedliche Härte auf und zeigt eine unterschiedliche Textur und Farbe. 

Was für Holz? 

Für den Möbelbau kann folgendes Holz verwendet werden: 

– Ahorn 

– Akazie

– Birke

Eiche

Erle

– Buche

– Kirsche

– Nussbaum

– Esche

Für den Außenbereich und den Terrassenbau sollten Harthölzer und Nadelhölzer verbaut werden: 

Lärche

Douglasie

– Bambus

– Bangkirai

Für den Bodenbelag lassen sich folgende Hölzer verwenden: 
– Ahorn
 
– Esche

Lärche 

Eiche 

Welches Holz für den Außenbereich? 

Fuer den Außenbereich und den Terrassenbau sollten Harthölzer und Nadelhölzer verbaut werden: 

Lärche

Douglasie

– Bambus

– Bangkirai

Holz- der älteste Werkstoff der Geschichte der Menschen. Seit wann wird Holz verwendet? Was wurde aus Holz hergestellt? Wir klären auf!

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