Spanplatte-was,wieso,warum?

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Spanplatte. Du erfährst, welche Arten es gibt, wie diese verarbeitet werden und wieso Spanplatten gesundheitsschädlich sein können. Wir klären auf!   

Was ist eine Spanplatte? 

Eine Spanplatte ist ein Holzwerkstoff, welcher aus kleinen Holzspänen besteht. Die zerkleinerten Späne werden durch Zugabe von Kunstharzklebstoff unter Druck und Hitze miteinander verpresst. Die Spanplatte ist nach der DIN EN 309 genormt. 

Herstellung von Spanplatten 

Spanplatten werden durch Verpressen von kleinen Holzteilen unter Hitzeeinwirkung und der Verwendung von einem Bindemittel hergestellt. 

Die Holzteile können sein: 

  • Holzspäne 
  • Hobelspäne 
  • Sägespäne 

Zudem können holzfaserähnliche Pflanzenteile und Getreidearten verwendet werden: 

  • Flachs
  • Hanf (Bsp.: Hanfleichtbauplatten) 
  • Zuckerrohr
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Quelle: holzmueller-sachsen.de

Arten und Klassifizierung von Spanplatten 

Je nach Lage der Späne im Plattenquerschnitt unterscheidet man: 

  • Langspanplatten (OSB-Platte
  • Flachpressplatten (P1 bis P7)
  • Strangspressplatten (ES,ET) 

Weitere Klassifizierungsmerkmale sind: 

  • Schichtaufbau
  • Oberflächenbeschaffenheit 
  • Ausgangsmaterial 
  • Verwendungszeck 

Werden Spanplatten mit Kunststoff beschichtet, erfolgt die Klassifizierung über die Leistungsmerkmale der Trägerplatte (Rohspanplatte). 

Zusätzliche Angaben geben Auskunft über die Merkmale der beschichteten Platte. 

Eine Flachpressplatte für allgemeine Verwendung im Trockenbereich, die mit Kunststoff beschichtet ist, wird wie folgt definiert: MFB P2 DIN EN 312 19 mm

Spanplatten werden unterschieden: 

KurzeichenHolzwerkstoffNorm
OSBLangspanplatteDIN EN 300 


P ES/ESLET/ETL
Kunstharzgebundene Spanplatten
FlachpressplatteStrangpressplatte VollplatteStrangpressplatte Röhrenplatte 
DIN EN 309
DIN EN 312DIN EN 14755DIN EN 14755
Zementgebundene SpanplattenDIN EN 634
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Spanplattentypen 

Gemäss der DIN EN 312 werden verschiedene Spanplattentypen unterschieden: 

  • Plattentyp P1 
    • Zur allgemeinen Verwendung im Trockenbereich 
  • Plattentyp P2
    • Platten für Inneneinrichtungen und Möbel geeignet
    • Verwendung im Trockenbereich 
  • Plattentyp P3
    • Platten für nicht tragende Zwecke 
    • Verwendung im Feuchtebereich 
  • Plattentyp P4
    • Platten für tragende Zwecke 
    • Verwendung im Trockenbereich 
  • Plattentyp P5
    • Platten für nicht tragende Zwecke 
    • Verwendung im Feuchtebereich 
  • Plattentyp P6
    • Hochbelastbare Platten für tragende Zwecke 
    • Verwendung im Trockenbereich 
  • Plattentyp P7
    • Hochbelastbare Platten für tragende Zwecke 
    • Verwendung im Feuchtebereich 

In Tischlereien wird meist der Plattentyp P2 verwendet. 

Masse 

Im Handel sind Pressspanplatten in folgenden Abmessungen erhältlich: 

  • Dicke
    • 8 mm, 10 mm, 13 mm, 16 mm, 19 mm, 22 mm, 25 mm, 28 mm, 35 mm und 40 mm
    • extra dünn: ab 2,5 mm (dann auch Dünnspanplatte genannt) 
    • extra dick: bis 80 mm 
  • Format 
    • Dünnspanplatten: bis 5600 x 2070 (2100) mm 
    • Endlosplatte (Coil): bis zu 100 Meter lang 
    • Nut- und Federplatte: 2050 x 925 mm (Deckmaße 2040 x 915), 2050 x 615 mm (Deckmaße 2040 x 605) 

Kennzeichnung

  • Name des Herstellers, Handelsmarke oder Zeichen 
  • Nummer der europäischen Norm EN 312 
  • Plattentyp (z.B. P2)
  • Nenndicke
  • Chargennummer oder Herstellungswoche und -jahr

Für weitere Leistungseigenschaften müssen zusätzliche Angaben gemacht werden, z.B. bei Decken, Wänden, Fußböden DIN EN 1287.

Eine farbliche Kennzeichnung mit 25 mm breiten Streifen ist möglich:

  • P1- Platten: weiss/weiss/blau
  • P2- Platten: weiss/blau 
  • P3- Platten: weiss/grün 
  • P4- Platten: gelb/gelb/bau
  • P5- Platten: gelb/gelb/grün 
  • P6- Platten: gelb/blau
  • P7- Platten: gelb/grün

Bsp.: Holzwerstatt AG P4 EN 312 E1 21 26/2010 

Eckverbindungen bei einer Spanplatte 

Diese Eckverbindungen sind bei Spanplatten geeignet: 

  • Dübeln 
  • Federn (Bsp.: mit Lamello) 
  • gefälzte Nagelung (bei nicht anspruchsvollen Arbeiten) 

Durchlaufende Federn würden die Deckschicht der Spanplatte zertrennen und deren Festigkeit beeinträchtigen. Daher sollte eher auf Verbindungselemente zurückgegriffen werden, die nur stellenweise angeordnet sind.  

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Quelle: holz-roeren.de

Beschichtete Spanplatten 

Diese Spanplatten sind erhältlich: 

  • dekorbeschichtet 
  • furniert 
  • mit Grundfolie
  • roh stumpf 
  • roh mit Nut und Feder (Verlegeplatten) 
  • roh mit MDF- Deck 
  • roh mit Brandschutz 
  • leicht 
  • Spezialplatten 

Verarbeitung

Warum werden bei Spanplatten wasserarme und schnelltrocknende Leime verwendet? 

Durch die Verwendung wasserarmer und schnelltrocknender Leime kann ein zu starkes Aufquellen der Spänestruktur vermieden werden. 

Stark aufgequollene Späne an der Spannoberfläche können sich später durch die dünne Deckfurnierschicht abzeichnen. 

Schutz der Spanplattenkanten vor Beschädigungen

So können Spanplattenkanten vor Beschädigungen oder gegen Eindringen von Feuchtigkeit geschützt werden: 

  • Anleimer
  • Einleimer
  • besondere Spachtelmasse 

Das lose Gefüge der Mittelschicht der Spanplatten nimmt sehr leicht Feuchtigkeit auf, sodass die Spanplattenkanten stark aufquellen können. Aufgequollene Spanplatten haben nur noch eine geringe Festigkeit. 

Formaldehydausdünstung 

Zur Herstellung von Spanplatten werden verschiedene Bindemittel (Klebstoffe) benötigt. Es handelt sich hierbei um:

  • Harnstoffharz-, 
  • Melaminharz-  oder
  • Phenolharzklebstoffe
  • Diisocyanatklebestoff 

Während des Aushärtens der Klebstoffharze wird unter anderem Formaldehyd, ein stechend riechendes Gas frei. Es kann bei hoher Konzentration die Schleimhäute reizen und zu Kopfschmerzen führen. 

Entsprechend ihrer Formaldehydausdünstung werden Spanplatten in die Emissionsklassen E1 oder E2 eingeteilt. 

Für den Möbel- oder Innenausbau dürfen in Deutschland nur noch Spanplatten der Emissionsklasse E1 verwendet werden. 

Durch Lacküberzüge, Kunststoffbeschichtungen oder Furniere können E2- Platten die Emissionsklasse 1 erreichen. 

Spanplatten für allgemeine Zwecke werden auch als formaldehydfrei angeboten. Als Bindemittel wird ein vernetzter Polyharnstoff eingesetzt, der unlöslich und nach dem Lebensmittelgesetz unbedenklich und umweltfreundlich ist. 

Unterschied Flachpressplatten und Strangpressplatten 

Flachpressplatten 

  • sind Holzspanplatten 
  • Späne liegen vorwiegend parallel zur Plattenebene
  • Späne werden rechtwinklig zur Plattenebene verpresst 
  • feine Oberflächenschicht 

Strangpressplatten 

  • sind Holzspanplatten 
  • Späne liegen rechtwinklig zur Plattenebene 
  • Späne werden parallel zur Plattenebene verpresst 
  • stabilisierende Deckenschichten notwendig (Bsp.: Furnier- oder HPL- Platten) 
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Langspanplatten (OSB- Platten) 

Die Bezeichnung OSB steht für Oriented Strand Boards (zu Deutsch: Platten mit ausgerichteten Holzspänen). Die langen Späne, die durch eine besondere Streuung in den Aussenschichten vorwiegend in Längsrichtung der Platte liegen und in der Mittelschicht auer dazu, verleihen den Platten das charakteristische Aussehen. 

Verwendung

  • Innenausbau (Trockenbau)
  • Möbelbau 

Eigenschaften 

  • Herstellung 
  • aus langen, schlanken und ausgerichteten Spänen 
  • höhere Biegefestigkeit in Längsrichtung als Flachpressplatten 
  • Zuschnitt
  • auf Spänerichtung Rücksicht nehmen 

Weitere Informationen findest du unter: OSB Platten (Übersicht)

Flachpressplatten 

Arten 

Es werden je nach Schichtaufbau diese Flachpressplatten unterschieden: 

  • Einschichtplatten 
    • bestehen im Querschnitt aus gleichmäßiger Späneschicht 
  • Dreischichtplatten 
    • besteht aus festeren und dichteren Aussenschicht mit losen gröberen Mittelschichten 
  • Vielschichtplatten/ Mehrschichtplatten 
    • besteht aus festeren und dichteren Aussenschicht mit losen gröberen Mittelschichten 
  • Platten mit allmählichen Übergang in der Spänestruktur
    • sind wurf- oder windgeschüttetete Platten
    • dünne leichtere Späne: in den Aussenschichten  
    • dicke schweren Späne: in Mittelschicht 
  • Platten mit besonders feinspaniger Oberfläche 
    • glatte feinspanige Oberfläche
    • Direktlackierung, Pressbeschichtung oder Folienlackierung möglich  
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Herstellung 

So werden Flachpressplatten hergestellt: 

Das Rundholz wird entrindet und zerspant. Die Späne werden getrocknet, nach Deckschichtspänen und Mittelschichtspänen sortiert und beleimt. 

In Formmaschinen wird er Spankuchen gestreut, auf Zulagemaße abgelängt, vorverdichtet und in Mehrtagenpressen gepresst. 

Frisch verpresste Platten müssen in einem Klimakanal rückgekühlt werden. Danach werden sie auf Format geschnitten und können nach einer mehrtägigen Reifezeit geschliffen werden. 

Besonders wichtig ist die vollkommene Beleimung und die richtige Dosierung der Späne bei der Fliessstreuung. 

Eigenschaften 

Spanplatten für den Möbelbau und den Innenausbau haben eine Rohdichte von etwa 600 kg/m3. Sie bestehen aus einer feinen Deckschicht und einer lockeren, meist groben Mittelschicht. Dadurch erreichen sie eine höhere Biegefestigkeit, als bei einem homogenen Spanaufbau des Plattenquerschnitts. 

Flachpressplatten sind weitgehend mass- und formbeständig

Verwendung

  • P1 und P2
    • Möbelbau
    • Innenausbau 
    • wenn nicht Feuchtigkeit ausgesetzt 
  • P3
    • wenn erhöhte Feuchtigkeit (z.B. Bad, Küche) 
  • P4
    • bei tragenden Funktionen 
    • Decken-, Wand-, Dachkonstruktionen
    • Fertighausbau 
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Quelle: possling.de

Verarbeitung

Flachpressplatten können mit den üblichen Holzbearbeitungsmaschinen und -werkzeugen bearbeitet werden. 

Flachpressplatten können: 

  • gesägt
  • gehobelt 
  • gefräst und
  • geschliffen werden. 

Da die Klebstoffharze die Werkzeugschneiden stark beanspruchen, sind metallbestückte Werkzeuge zu verwenden. 

Bedingt durch die lose Mittelschicht mit geringer Querzugs- und Scherfestigeit, sollten quer durch die Flächen laufende Nuten vermieden werden. Sie würden die aussteifende Deckschicht der Spanplatte zerschneiden und der Platte die Festigkeit nehmen. 

Als Verbindungsmittel sind Dübel oder Formfedern geeignet.  

Anleimer oder Furnierkanten sind an den sichtbaren Kanten verklebt. Verarbeitet man Flachpressplatten (P3,P5,P7) für Feucht- oder Außenbereiche müssen auch nicht sichtbare Kanten mit Anleimern oder Spachtelmasse geschützt werden, damit über die Kanten keine Feuchtigkeit in die Platte eindringen kann. 

Flachpressplatten sind gut zu nageln und zu schrauben. Der Auszugswiderstand dieser Verbindungsmittel in den Plattenkanten ist jedoch nur gering und die Spaltgefahr sehr gross. Wenn höhere Auszugwiderstände von Nägeln und Schrauben verlangt werden, sind Vollholzanleimer erforderlich. 

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Quelle: eurobaustoff.de

Vorteile und Nachteile gegenüber Stab- oder Stäbchensperrholz

Diese Vorteile ergeben sich bei Flachpressplatten gegenüber Stab- oder Stäbchensperrholz: 

  • mit geringem Verschnitt zuschneidbar 
    • da beim Schnitt nicht auf Mittellage geachtet werden muss 
  • preiswerter als Sperrholzplatten 
  • höheres Gewicht 
  • beim Zuschnitt spielt Schnittrichtung in der Plattenrichtung keine Rolle 
  • Oberfläche kann nicht wellig werden (Bsp.: bei HPL- Platten Vorraussetzung) 

Diese Nachteile ergeben sich: 

  • geringere Biegefestigkeit, 
  • daher nicht für schwere Belastungen oder Fachböden mit grosser Spannweite geeignet
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Kunststoffbeschichtete Flachpressplatten (P1 bis P7)

Kunstharzgebundene Flachpressplatten (P1 bis P7) sind Spanplatten deren Bindemittel (Klebstoffe) aus Kunstharzen bestehen. Sie werden bevorzugt im Trockenbereich, können aber auch im Feuchtbereich eingesetzt werden. Für die erhöhten Feuchtebedingungen im Außenbereich werden zementgebundene Spanplatten verwendet. 

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Quelle: holztusche.de

Aufbau 

  • Mittelschicht 
    • besteht aus einer hoch verdichteten, mehrschichtigen Flachpressplatte 
  • Deckschichten 
    • Aufbau: aus 3 bis 6 melamin- oder phenolharzgetränkte Natronkraftpapiere, einer Melaminharzdekorschicht und der abschliessenden Overlayschicht 

Die Overlayschicht schützt die Dekorschicht. Von der Oberfläche der Pressbleche ist auch die Oberflächenbeschaffenheit der MFB- Platten abhängig.

Sie kann: 

  • poliert 
  • matt 
  • geritzt oder 
  • strukturiert sein.  

Oberfläche 

Die Oberflächen sind: 

  • porenfrei 
  • hart 
  • weitgehend abriebfest
  • beständig gegen kochendes Wasser
  • heiße Topfböden 
  • Säuren
  • Laugen
  • Alkohole 

Die Strapazierfähigkeit der Oberfläche wächst mit der Dicke der Overlay- und Dekorschicht, die bis 0,14 mm dick sein kann. Bei den Abriebklassen werden verschiedene Beanspruchungsgruppen unterschieden. 

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Quelle: holztusche.de

Verarbeitung 

Das solltest du bei der Verarbeitung von Kunststoffbeschichteten- Platten besonders berücksichtigen: 

  • sauberen Maschinentisch 
  • damit Oberfläche nicht verkratzt 
  • Verwendung von hartmetallbestückten Werkzeugen 
  • grosse Kreissägeblätter 
  • mit Wechselzahn oder Duplovitzahn 
    • mit besonders kleinem Spanwinkel
  • Höhe Sägeblatt
  • richtig einstellen, für ausrißfreien Schnitt  
  • Kreissägen mit zusätzlichen Vorritzsägeblatt 
  • für ausrissfreien Schnitt auf Plattenunterseite 

Verwendung

Kunststoffbeschichtete Flachpressplatten werden verwendet für: 

  • die Herstellung von Küchen- und Labormöbeln 
  • den Innenausbau 

Strangpressplatten 

Aufbau

Im Gegensatz zu Flachpressplatte, bei denen Holzspäne parallel zur Plattenebene aufgeschüttet sind, werden die Späne bei Strangpressplatten durch die Presskolben der Strangpresse rechtwinklig zur Plattenebene gestopft, verdichtet und verleimt. 

Wieso müssen Strangpressplatten überfurniert bzw. mit Platten beplankt werden? 

Die Beplankung steift die Platten in der Zugzone und in der Druckzone aus, sodass beplankte Strangpressplatten ein gutes Stehvermögen aufweisen.  

Strangpressplatten weisen ohne Beplankung durch das besondere Pressverfahren nur eine sehr geringe Biegefestigkeit auf und würden bei Belastung leicht abbrechen. 

Arten

Zu unterscheiden sind: 

  • Strangpress- Vollplatten 
  • Kurzzeichen: ES für Extrudet Solid 
  • Strangpress- Röhrenplatten 
  • Kurzzeichen: ET fuer Extrudet Tabular

Bezeichnungen mit dem Zusatz L (Bsp.: ESL bzw. ETL) kennzeichnen Platten mit leichterem Aufbau. 

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Quelle: sauerland-spanplatte.de

Verwendung

Strangpressplatten finden hier Verwendung: 

  • Strangpress- Röhrenplatten
    • Fertigung von Türblättern
    • Wand- und Deckenelemente 
    • wenn Gewicht eingespart werden soll 

Zur Schallschluckung dienen Strangpress- Röhrenplatten in leichter Ausführung mit genuteter Oberfläche.  

Strangpress- Vollplatten, beidseitig beschichtet oder beplankt, mit durchbrochener Oberfläche verwendet man zur Schallabsorption an Wand und Decken. 

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Quelle: sauerland-spanplatte.de

Kennzeichnung Stranpressplatten 

Auf diese Weise werden Strangpressplatten gekennzeichnet: 

  • Name des Herstellers
  • Nummer der europäischen Norm EN 14755
  • Plattentyp (z.B. ES)
  • Nenndicke
  • Formaldehydklasse
  • Chargennummer oder Herstellungswoche und -jahr

Für weitere Leistungseigenschaften müssen zusätzliche Angaben gemacht werden: 

  • z.B. bei Decken, Wänden, Fußböden DIN EN 1287

Bsp.: (Firma) ES EN 14755 E1 25 17/2009

Schadstoffbelastung bei Spanplatten 

Schadstoffe entstehen durch die Aushärtung der Kunstharzklebstoffe in den Platten. Gesundheitsschädliches Formaldehyd kann dabei an die Umgebung abgegeben werden. Heute ist unabhängig vom Einsatzgebiet für alle Plattenarten ein einheitlicher Formaldehyd- Grenzwert vorgeschrieben. Die Einhaltung dieses Grenzwertes muss als Bestandteil der CE- Kennzeichnung mit dem Kurzzeichen E1 aufgeführt sein. 

Zuschnitt 

Spanplatten können in vielen Baumärkten zugeschnitten werden: 

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FAQ- häufig gestellte Fragen 

Wie viel kostet eine Spanplatte?

So viel kostet eine Spanplatte (roh,E1):

– 8 mm: 8,20€/m2

– 10 mm: 8,65€/m2

– 13 mm: 8,95€/m2

– 16 mm: 9,35€/m2

– 19 mm: 11,30€/m2

– 22 mm: 12,80€/m2

In welchen Stärken gibt es Spanplatten?

Spanplatten gibt es in diesen Stärken: 8 mm, 10 mm, 13 mm, 16 mm, 19 mm, 22 mm, 25 mm, 28 mm, 35 mm und 40 mm. 

Kann man eine Spanplatte tapezieren?

Ja, eine Spanplatte kann man tapezieren. Beim Tapezieren einer Spanplatte sollte man jedoch sehr sorgfältig arbeiten, da sich die Platte wellen kann oder die Spanplatte die Oberfläche der Tapete verfärben kann. 

Was ist besser Spanplatte oder MDF?

MDF Platten sind besser als Spanplatten, wenn die Kanten und auch die Flächen profiliert, deckend lackiert oder mit Folie kaschiert werden sollen. Eine Spanplatte ist schwerer als eine MDF Platte. Der Schichtaufbau und der Querschnitt einer MDF Platte ist gegenüber einer Spanplatte sehr homogen.  

Sind Spanplatten gesundheitsschädlich?

Ja, Spanplatten sind gesundheitsschädlich. Schadstoffe entstehen durch die Aushärtung der Kunstharzklebstoffe in den Platten. Gesundheitsschädliches Formaldehyd kann dabei an die Umgebung abgegeben werden. Heute ist unabhängig vom Einsatzgebiet für alle Plattenarten ein einheitlicher Formaldehyd- Grenzwert vorgeschrieben. Die Einhaltung dieses Grenzwertes muss als Bestandteil der CE- Kennzeichnung mit dem Kurzzeichen E1 aufgeführt sein.

Was bedeutet e1 bei Spanplatten?

E1 steht für die 1. Emissionsklasse und bedeutet bei Spanplatten, dass die Ausdünstung von Formaldehyd weniger als 0,124 mg/m3 beträgt.  

Was bedeutet v20 bei Spanplatten?

V20 steht für die Feuchtebeständigkeit und bedeutet, dass die Spanplatte nur in Räumen eingesetzt werden sollte, in denen die Luftfeuchtigkeit sehr gering ist. 

Was bedeutet p3 bei Spanplatten?

P3 bedeutet bei Spanplatten, dass sie für nicht tragende Zwecke zur Verwendung im Feuchtbereich genutzt werden. 

Wie viel kg halten Spanplatten aus?

So viel kg halten Spanplatten aus: 

Spanplatte (L x B): 60 cm x 40 cm 

P1,E1 13 mm 19 mm22 mm 25 mm 
max. Traglast in kg 15 425785
Quelle: Baumarkt.de

Spanplatte (L x B): 80 cm x 40 cm 

P1,E113 mm 19 mm22 mm25 mm 
max. Traglast in kg 22 2945
Quelle: Baumarkt.de

Kann man Spanplatten wasserfest machen?

So kann man Spanplatten wasserfest machen: 

– Nanoversiegelung verwenden 

– Spanplatte mit Folie beschichten 

– Lackieren (in mehreren Lagen) 

Wie werden Spanplatten entsorgt?

Spanplatten können im Holzsperrmüll entsorgt werden, wobei die Spanplatten als Altholzklasse 1 gelten. Des weiteren können Spanplatten im Sperrmüll entsorgt werden. 

Dieser Artikel beschäftigte sich mit der Spanplatte. Du hast erfahren, welche Arten es gibt, wie diese Verarbeitet werden können und wieso Spanplatten gesundheitsschädlich sein können. Wir haben aufgeklärt!   

Quelle: 

Buch: Holztechnik Fachkunde, Europa Lehrmittel, 23. Auflage 

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