Terrassenplatten-was,wieso,warum?

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Terrassenplatten. Du erfährst, wie man Terrassenplatten verlegt und reinigt. Zudem geben wir dir über verwendbare Materialien Auskunft. Wir klären aus!

Was sind Terrassenplatten? 

Terrassenplatten sind Fliesen oder Kacheln, welche aus verschiedenen Materialien bestehen können, wie beispielsweise aus Beton, Stein oder auch Holz. Terrassenplatten werden auf einer Schüttung mit oder ohne Kreuzfuge verlegt. Terrassenplatten lassen ein einheitliches Terrassenbild entstehen. 

Terrassenplatten können zudem auch als Gehwegplatten verwendet werden. 

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Terrassenplatten aus Holz (Holzfliesen)

Terrassenplatten aus Holz sind quadratisch und bestehen nicht aus Vollholz. Sie sind meist nur beplankt, dass heißt, dass nur die Oberfläche der Holzfliese vollkommen aus Vollholz besteht. Demnach ist die Fliese eher in Holzoptik erhätlich. 

Unter der Holzoberfläche befindet sich ein System aus Kunststoff, welches dafür sorgt, dass Wasser richtig abfließen kann und sich deswegen kein Schimmel bildet. 

Terrassenplatten aus Holz werden gern verwendet, wenn der Terrasse ein warmer und wohnlicher Schein verliehen werden soll. 

Damit die Terrassenplatten aus Holz auch wasserfest sind, sind sie meist thermobehandelt. 

Holzarten Terrassenplatten 

Diese Holzarten werden für Terrassenplatten verwendet: 

  • Kiefer
  • Esche
  • Eiche
  • Teak
  • Douglasie
  • Cumaru
  • Bankirai
  • Massaranduba

Eiche und Esche

Terrassenplatten aus Eiche oder Esche sind sehr beliebt, da sie sehr widerstandsfähig sind. Die Harthölzer Eiche und Esche sind jedoch preisintensiver. 

Kiefer und Douglasie

Für Weichhölzer muss jedoch nicht ganz so viel Geld springen. Besonders Kiefer oder Douglasie, welche heimisch wachsen, lassen sich preiswert erwerben. 

Bankirai und Teak 

Bankirai ist relativ günstig zu erhalten, jedoch wird es aus Südostasien exportiert. Der Holzton von Bankirai liegt zwischen Hell- und Dunkelbraun. 

Teak ist zudem auch ein sehr widerstandsfähiges und langlebiges Holz. Dieses Tropenholz stammt aus: 

  • Vietnam
  • Indien 
  • Pakistan
  • Kambodscha
  • Burma

Der Holzton von teak ist goldbräunlich. 

Vor-und Nachteile Terrassenplatten aus Holz 

Vorteile

Diese Vorteile ergeben sich bei Holzfliesen: 

  • natürliches und warmes Bild 
  • langlebig 
  • rustikal und robust 
  • gute Wärmeleiteigenschaften 
  • Beschädigungen können ausgebessert werden (Bsp.: durch Schleifen)
  • Entgegenwirken des Quellen und Schwindens durch Kunsttoffsystem 

Nachteile

Diese Nachteile ergeben sich bei Holzfliesen:

  • pflegebedürftig (regelmäßige Pflege ist notwendig)
  • preisintensiv 
  • verwittert (Bsp.: durch Regen und UV-Strahlen)

Klick- und Stecksystem

Holzfliesen lassen sich durch das Klick-und Stecksystem leicht verlegen, weshalb auch ungeübte Heimwerke leicht ihre eigene Terrasse gestalten können. 

Welche Maße haben Terrassenplatten aus Holz?

Typische Maße von Terrassenplatten aus Holz sind: 

  • 30 x 30 cm 
  • 40 x 40 cm 
  • 60 x 60 cm 
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Terrassenplatten aus Beton

Mit Terrassenplatten aus Beton können vielfältige Geschaltungsmöglichkeiten erzielt werden. 

Gängige Modelle: 

  • EHL Terrassenplatte Protect
  • Terrassenplatte Nordsee (bei Bauking erhätlich)

Vorteile Betonplatten

Diese Vorteile ergeben sich bei Terrassenplatten aus Beton: 

  • witterungsbeständig 
  • robust und stabil, belastbar 
  • imprägnierte Oberfläche ist schmutzabweisend 
  • leichte Verlegung möglich 
  • preiswert
  • in vielen Farben und Formen erhältlich
  • langlebig 
  • pflegeleicht 

Nachteile Betonplatten

Diese Nachteile ergeben sich bei Terrassenplatten aus Beton:

  • leichtes Ausbleichen der Farben durch UV-Strahlung 
  • stabiler Unterbau notwendig 
  • rechteckige Formen sind zu empfehlen (andere Formen ermöglichen große Fugen, Ansiedlung von Unkraut möglich)
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Terrassenplatten aus Stein 

Terrassenplatten aus Stein werden sehr häufig verwendet, weshalb sie die Klassiker der Terrassenplatten sind. Bei der Auswahl kann zwischen diesen Terrassenplatten entschieden werden: 

  • Naturstein 
  • Betonstein 

Natursteine werden in diesen Ausführungen angeboten: 

  • zugeschnittene Terrassenplatten 
  • Polygonalplatten 
  • Pflastersteine
  • Mosaiksteine

Ein beliebtes Modell ist: Streetline Graphit. 

Vorteile Terrassenplatten aus Stein 

Diese Vorteile ergeben sich bei Terrassenplatten aus Stein: 

  • sehr witterungsbeständig 
  • robust und stabil
  • sehr langlebig 
  • in unterschiedlichen Größen erhältlich 
  • Farbvielfalt (Bsp.: rot,beige, gräulich,etc.)
  • pflegeleicht 

Nachteile Terrassenplatten aus Stein 

Diese Nachteile ergeben sich bei Terrassenplatten aus Stein:

  • hohes Gewicht 
  • verdichteter und tragfähiger Untergrund notwendig (aufwendig)
  • preisintensiv
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Terrassenplatten verlegen 

So verlegst du Terrassenplatten: 

Materialliste 

  • Akkuschrauber
  • Terrassenplatten 
  • Maurerschnur
  • Gummihammer
  • Klebeband 
  • Randsteine
  • Beton 
  • Wasserwaage 
  • Maurerkelle 
  • Abziehlehren 
  • Winkelschleifer mit Diamanttrennscheibe
  • Fugenkreuze
  • eventuell Plattenheber 
  • Stift
  • Winkel 
  • Wasser 

Vorbereitung

  1. Terrasse abstecken
    • mit Maurerschnur 
    • Länge und Breite: +20 cm 
    • Maurerwinkel für rechten Winkel verwenden 
  2. Fläche ausheben
    • Oberkante Platten sollte später unter Terrassentür liegen
    • Gefälle: 2%
    • Gefälle führt vom Haus weg 
    • Fläche verdichten (mit Rüttler) 
  3. Randsteine
    • auf verdichtete Fläche setzen oder auf Frostschutzschicht
    • Innenkante der Randsteine mit Maurerschnur abstecken 
  4. Beton anrühren
  5. 1. Randstein 
    • Auftrag: 5 cm dicker Betonstreifen 
    • Randstein rauf setzen  
    • mit Gummihammer reinklopfen 
    • mit Wasserwaage ausrichten 
    • Betonkeil mit Kelle formen (Höhe: 10 cm)
    • weitere Steine in Betonbett setzen (entlang der Schnur)
    • Randsteine können mit Winkelschleifer zugeschnitten werden 
  6. Frostschutzmaterial
    • Innenraum mit Frostschutzmaterial füllen und verdichten 
    • Höhe beachten (auf Frostschutzschicht kommt 5 cm Pflastersplitt)
  7. Variante: Stelzlager
    • Ebene kann durch Höhenverstellbarkeit ausgeglichen werden 
  1. Verlegen der Abziehlehren
    • Splitt auf jede T-Schiene schütten 
    • T-Schiene in Splitt drücken
    • nun mit Hilfe der Schnüre Abziehlehren ausrichten 
    • Gefälle beachten 
  2. Pflastersplitt
    • Fläche mit Abziehbrett oder Latte abziehen
    • Abschnitt für Abschnitt 
    • verdichten 
    • ebenmäßig mit Verlauf des Gefälles 
  3. Schnüre entfernen 
  4. Gefälle ausrichten 
    • ein Ende der Schnur: Höhe Terrassenoberkante einstellen 
    • waagrechte Ausrichtung 
    • in Breite der Terrasse: jede 1 Meter mit Klebeband markieren 
    • Klebeband circa 2 cm unter der Schnur anbringen 
    • Schnur auf Höhe des Klebebandes setzen 
    • = Gefälle von 2% 
  1. Zuschneiden der Platten 
    • geschützte Lagerung der Platten 
    • beschichtete Platten nicht mit Folie abdecken (mögliche Entstehung von Schwitzwasser und Ausblühungen)
    • Qualität der Platten überprüfen 
    • Platte wässern 
    • Trennschnitte beidseitig einzeichnen 
    • Maschine: Winkelschleifer + Diamanttrennscheibe
    • Rückseite der Platte einschneiden 
    • dann Vorderseite einschneiden 
    • Platte mit Wasser abwaschen (Entfernen des Schleifstaubs)
    • geschnittene Kante zeigt zur Hausseite (da meist nicht exakt geschnitten)
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Terrassenplatten verlegen 

  1. Verlegen der Terrassenplatten 
    • Verlegehinweise des Herstellers beachten 
    • vom Rand aus verlegen (Verhinderung, dass Splitt breit getreten wird) 
    • Fugenabstand einhalten (Bsp.: mit Fugenkreuze)
    • Möglichkeit: Kreuzfuge, versetzte Fuge 
    • 1.Reihe haargenau in einer Flucht verlegen (Ungenauigkeiten würden sich fortführen)
    • Terrassenplatten mit Gummihammer einklopfen 
    • Ebenheit mit Wasserwaage kontrollieren 
    • eventuell: Anheben von zu tiefen Terrassenplatten oder ggf. Splitt runterschütten 
    • schon verlegt Platten abdecken (Vorbeugung gegen mögliche Verschmutzung)
  2. Verfugen der Platten 
    • Entfernen der Fugenkreuze 
    • Fugenkitt mit Besen diagonal zur Fuge einkehren 

Terrassenplatten reinigen

Wie gut sich Terrassenplatten reinigen lassen, ist vom Material der Terrassenplatte abhängig. So lässt sich beispielsweise Holz schwieriger als Beton oder Stein reinigen. 

Hochdruckreiniger

Vom Reinigen der Terrasse mit einem Hochdruckreiniger wird nun abgeraten, da der Strahl die Fugen und Platten beschädigen kann. Zudem kann durch den Hochdruckreiniger die Beschichtung der Terrassenplatten entfernt werden. 

Chemische Reinigungsmittel 

Von chemischen Reinigungsmitteln ist ebenso abzuraten, da die Chemie in den Garten oder auch in Bette ablaufen kann. Dadurch zum einen die Umwelt, aber auch ggf. deine Ernte verschmutzt. Auf der anderen Seite halten chemische Reinigungsmittel kaum ihr versprechen. Meist wird nur mit leeren Versprechen geworben. 

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Hausmittel 

Wasser + Spülmittel 

Probiere die Verschmutzungen auf deiner Terrasse mit Wasser und Spülmittel zu entfernen. Diese Variante ist unkompliziert sowie sind diese Hausmittel meist eh schon im Haus vorrätig. 

Mische dazu das Spülmitteln mit warmen Wasser und verteile es Stück für Stück auf der Terrasse. Die Verschmutzungen lassen sich nun mit einem Schrubber oder einer Bürste beseitigen. Diese Variante sollte gerade bei Essensresten bevorzugt werden. 

Moos und Flechten von Terrassenplatten entfernen 

Soda stellt als Hausmittel eine lange Tradition dar. Besonders Terrassenplatten aus Holz lassen sich mit diesem Mittel gut reinigen. Moose, Flechten und Algen lassen einen grünen Film auf der Terrasse entstehen. Streue Soda auf die Platten und lasse es circa eine Stunde einwirken. Nach dem Einwirken kannst du das Soda einfach mit Wasser abspülen. Schnell und unkompliziert ist es, einen Gartenschlauch zu verwenden. Die Wasserreste werden nun abgekehrt, da diese ansonsten Lebensraum für weitere Moose und Algen bieten könnten. 

Steinplatten können mit einem Gemisch aus Soda und Speisestärke gereinigt werden. 

Rezeptur: 

  • 4 EL Speisestärke
  • 100 g Soda
  • 5 l Wasser 

Diese Mischung kannst du auf deiner Terrasse verteilen und bis zu 5 Stunden einwirken lassen. Nachdem du das Moos und die Algen weggeschrubbt hast, kann du die Terrassenplatten mit einem Wasserschlauch abspülen. 

Soda sollte jedoch nicht bei Natursteinen verwendet werden, da es den Stein angreifen wird. 

Essig 

Nicht alle Terrassenplatten lassen sich mit Essig säubern. Gerade Steinplatten können durch Essig zerstört werden; besonders dann, wenn diese aus Kalk bestehen. Essig kann zudem Säureflecken hinterlassen. 

Wichtig! Die Mischung aus Essig und Salz ist verboten! Sickert diese Pasta nämlich ins Grundwasser, kann man Geldstrafen gerechnet werden, da dieses Gemisch Mikroorganismen töten kann. 

Backpulver

Verschmutzungen auf Steinplatten können mit Backpulver entfernt werden. 

So kannst du vorgehen: 

  1. Terrasse mit warmen Wasser nässen 
  2. Backpulver bestreuen  
  3. Platten schrubben 
  4. Terrasse mit Wasser abspülen 

Zudem hellt Backpulver die Steinplatte ein wenig auf. 

Wie reinige ich Terrassenplatten aus Beton? 

Terrassenplatten aus Beton können mit Soda gereinigt werden. Rühre dazu eine Mischung aus 1 EL Soda und warmen Wasser an. Nach 5 Stunden Einwirkzeit, lassen sich Verschmutzungen wegschrubben und anschließend mit Wasser beseitigen. 

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FAQ-häufig gestellte Fragen 

Welche Größe Terrassenplatten?

Diese Größen sind für Terrassenplatten typisch: 

– 30 x 30 cm 

– 40 x 40 cm 

– 60 x 60 cm 

Was kosten Terrassenplatten?

Der Preis für Terrassenplatten ist von der Größe und dem Material abhängig: 

Beton MuschelkalkKeramik Basalt 
Preis/m215€/m228,38€/m249,95€/m2155,42€/m2
Preis/Stück2,40€/Stück 4,70€/Stück20,23€/Stück 55,95€/Stück 
Quelle: benz24.de

Was sind die besten Terrassenplatten?

Das sind die besten Terrassenplatten: 

– Belgischer Naturstein 

– Keramikplatten 

– Beton 

– Holzfliesen 

– Muschelkalk 

– WPC 

Was tun wenn Terrassenplatten wackeln?

Wenn die Terrassenplatten wackeln, kannst du versuchen hoch zu heben. Nun kannst du mit Splitt oder Sand die Stelle auffüllen. Nun sollte deine Terrassenplatte nicht mehr wackeln. 

Welcher Split für Terrassenplatten?

Am besten eignet sich für Terrassenplatten Streu- und Pflastersplitt. 

Bauhaus OBI idealo
Körnung2 mm bis 4 mm 2 mm bis 4 mm 2 mm bis 4 mm 
Inhalt1.000 kg 1.000 kg 1.000 kg 
Preis 67,60€69,99€148,99€

Welche Terrassenplatten für Stelzlager?

Diese Terrassenplatten eignen sich für ein Stelzlager: 

– Natursteinplatten 

– Feinsteinzeug-Platten

– Betonplatten

Was kostet 1 m2 Terrassenplatten verlegen?

1 m2 Terrassenplatten zu verlegen kostet circa 25€ bis 30€. 

Welche Terrassenplatten sind pflegeleicht?

Diese Terrassenplatten sind pflegeleicht: 

– Stein 

– Beton 

– WPC 

– Keramik 

Welchen Untergrund für Terrassenplatten?

Als Untergrund für Terrassenplatten eignen sich diese Materialien: 

– Frostschutzmaterial 

– Streu-und Pflastersplitt 

– Schotter

Kann man Terrassenplatten auf Beton verlegen?

Ja, Terrassenplatten kann man auf Beton verlegen, jedoch sollte dennoch für einen flexiblen Untergrund gesorgt werden. Dafür eignet sich besonders Edelsplitt. Wenn diese Voraussetzungen geschaffen sind, dann kann man Terrassenplatten auf Beton verlegen. 

Welche Terrassenplatten werden nicht heiß?

Diese Terrassenplatten werden nicht heiß: 

– Keramikplatten 

– Natursteinplatten (Bsp.: aus Granit, Quarzit, Gneis, Quarz-Sandstein)

Dieser Artikel beschäftigte sich mit den Terrassenplatten. Du hast erfahren, wie man Terrassenplatten verlegt und reinigt. Zudem haben wir dir über verwendbare Materialien Auskunft gegeben. Wir haben aufgeklärt!

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