Wie lange muss Acryl trocknen?

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Frage: Wie lange muss Acryl trocknen? Du erfährst, welche Fehler du beim Ziehen von Acryl vermeiden solltest und wie du Schritt für Schritt zur perfekten Fuge gelangst. Wann wird Acryl verwendet? Wir klären auf! 

Wie lange muss Acryl trocknen?

Wie lange muss Acryl trocknen?

Wie lange Acryl trocknen muss ist von dem verwendeten Acryl abhängig. Dabei kann die Trocknungszeit zwischen wenigen Minuten und sogar 7 Tagen liegen. Wie lange Acryl trocknen muss, ist von diesen Faktoren abhängig: 

  • Luftfeuchtigkeit 
  • Raumtemperatur 
  • Schwankende Temperaturen verhindern 
  • Während der Trockenzeit darf das Acryl nicht nass werden 

Wenn das Acryl trocken ist, kann es überstrichen werden. Experten gehen sogar davon aus, dass Acryl bis zu 28 Stunden trocknen sollte. 

Rahmenbedingungen beeinflussen Trocknungszeit 

Liegt die relative Luftfeuchtigkeit unter 50 % und die Raumtemperatur bei mindestens 21 Grad, kann das Acryl leicht und schnell trocknen. Dann wird es dazu kommen, dass as Acryl nur wenige Minuten bis zum Trocknen braucht. 

Liegt die Raumtemperatur jedoch unter 10 Grad, kann das Trocknen schon mal mehrere Tage brauchen. 

Acryl 

Acryl ist überstreichbar, weshalb dieser Dichtstoff gern anstelle von Silikon verwendet wird. Ebenso ist Acryl leicht verarbeitbar und kann bei unterschiedlichen Materialien verwendet werden. 

Weißes Acryl wird meist verwendet, wenn Türe und Fenster verfugt werden sollen. Das Acryl wird anschließend mit einer Mineralfarbe, mit Lacker oder Dispersionsfarbe überstrichen. 

Wozu wird Acryl verwendet? 

Acryl findet in diesen Bereichen Verwendung: 

  • Abdichten von Rissen im Mauerwerk oder an der Fassade 
  • Abdichten von Anschlussfugen 
  • Acryl kann bei diesen Materialien angewendet werden: beton, Gipskarton, Kunststein, Naturstein, Holz, Metall, Putz

So ziehst du Acryl richtig 

Beim Ziehen von Acryl solltest du diese Fehler vermeiden: 

  1. Acryl eignet sich nicht im Nassbereich
  • Wird Acryl in nassen Bereichen, wie beispielsweise in der Dusche, Badewanne, am Waschbecken oder in der Spüle verwendet, so kann es passieren, dass das Acryl nicht lang dicht bleibt. Darin liegt auch der Unterschied zum Silikon: Acryl wird bei zu Feuchtigkeit wasserdurchlässig. Desweiteren ist Acryl gegenüber Silikon nicht stark abriebfest und sollte demnach nicht im Bad oder in der Küche angewendet werden. 
  1. Dehnungs- und Bewegungsfuge
  • Bis zu einem gewissen Grad kann das Acryl Bewegungen standhalten, welche durch Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen entstehen. Eine mögliche Rissbildung sollte vermieden werden, weshalb sich Acryl eher für schmale und kleinere Fugen eignet. Die Fugenbreite sollte konstant sein. Schon bei Fugenbreiten, mit Abweichungen von 10 % bis 15 % kann die Qualität des Acryls nachlassen. 
  1. Trocknunsgzeit 
  • Warte unbedingt die Trocknungszeit ab und verhindere, dass das Acryl zu schnell belastet wird. Acryl muss vollständig durchgetrocknet sein, damit es überstrichen werden darf; ansonsten würden im Acryl Risse entstehen. Sowohl der Dichtstoff, als auch die Farbe würden sich zusammenziehen. Die Trocknungszeit ist nicht gleich der Trocknungszeit des Acryl, weshalb es zu Spannungen zwischen der einzelnen Schichten kommen kann. 
  • Pro Acrylstärke je mm sollte ein Tag zum Trocknen gerechnet werden 

Materialliste zum Ziehen von Acryl 

Zum Ziehen von Acryl werden diese Materialien und Werkzeuge gebraucht: 

  • Acryl 
  • Kartuschenpistole 
  • Sprühflasche
  • Wasser
  • Fit 
  • Kleine Schüssel 
  • Fugenglätter 
  • Zeitungspapier (als Werkzeugunterlage) 
  • Lappen (zum Säubern des Fugenglätters) 
  • Malerkrepp (zum Abkleben der Fugenränder) 

Auf geht’s: Acryl ziehen 

Diese Schritte verhelfen dir zu perfekten Acrylfuge: 

  1. Fuge reinigen 
  • Die Fuge sollte sauber und trocken sein. Der Dreck und Staub kann mit einem Lappen, einer Bürste oder mit einem Staubsauger beseitigt werden. Befindet sich noch Dichtstoff in der Fuge, so muss dieses vollständig entfernt werden. MIt dem Cuttermesser oder mit Fugenkratzer kann die Fugen von den Resten befreit werden. Ebenso kann auch Wasser und Silikonentferner zum Einsatz kommen. 
  1. Ränder abkleben 
  • Mit Malerkrepp können die Ränder abgeklebt werden, damit die Fuge optisch gleichmäßig aussehen wird. Demnach stellt das Abkleben der Ränder eine große Arbeitserleichterung dar. 
  1. Acrylkartusche vorbereiten 
  • Die Spitze der Acrylkartusche wird schräg abgeschnitten. Ebenso muss die Öffnung der Kartusche abgeschnitten werden, aus welcher nun das Acryl gelangen kann. 
  1. Acrylkartusche in Presse legen 
  • Lege zuerst die Spitze der Acrylkartusche und dann anschließend den Korpus in die Presse. Mit dem Handgriff wird Druck erzeugt, mit welchem das Material aus der Spritze befördert wird. 
  1. Fuge ziehen 
  • In einem Winkel von 45° wird nun die Acrylkartusche an die Fuge angesetzt. Betätige den Handhebel und Acryl wird aus der Spitze gelangen. Gehe nun mit mäßigem Druck und gleichmäßiger Bewegung die Fuge entlange. Durch den Lösemechanismus wird der Druck entnommen. 
  • Wenn zu viel Material aus der Spitze dringt, fahre mit weniger Druck fort. Du solltest die Spritze nicht wegdrehen. 
  • Überstände können später mit einem Fugenglätter beseitigt werden 
  1. Fuge abziehen 
  • Mit einem Fugenglätter wird nun die Fuge gleichmäßig abgezogen. Das überschüssige Acryl wird in einen Lappen oder auch Papier abgewischt. 
  1. Fuge mit Wasser glätten 
  • Gebe lauwarmes Wasser und Spülmittel in eine kleine Schüssel oder in eine Sprühflasche 
  • Sprühe nun entweder die Finger ein und ziehe leicht die Acrylfuge entlang. Du kannst auch die Fuge anfeuchten und sie anschließend mit dem Finger glätten
  • Drücke nicht an der Fuge herum! Auf diese Weise könntest du Wasser in die Fuge hineinarbeiten, was zur Folge hat, dass die Dichtwirkung beeinträchtigt wird 
  1. Das Finale 
  • Warte die Trocknungszeit des Acryls ab, bis du mit dem Streichen beginnst. Die Trocknungszeit ist vom Hersteller festgelegt und kann im Beipackzettel nachgelesen werden 
Wie lange muss Acryl trocknen?

FAQ-häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert es bis man Acryl überstreichen kann?

Wie lange es dauert, bis man Acryl überstreichen kann, ist von den Standortbedingungen abhängig. Bei normaler Raumtemperatur und einer Luftfeuchtigkeit unter 50% kann es einige Stunden dauern, bis das Acryl überstrichen werden kann. Weichen die Standortbestimmungen ab, so kann es bis zu 7 Tage dauern, bis man das Acryl überstreichen kann. 

Wann wird Acryl fest?

Acryl braucht mehrere Stunden bis zu mehreren Tagen, bis es fest ist. Generell kann man davon ausgehen, dass Acyl mindestens 24 Stunden braucht, um wirklich fest zu sein. 

Wie lange muss Acrylfarbe auf Leinwand trocknen?

Bei einer Luftfeuchtigkeit unter 50% und einer Zimmertemperatur von circa 21°C, braucht Acrylfarbe nur wenige Minuten, um zu trocknen. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann die Trocknungszeit bei mehreren Tagen liegen. 

Kann man abgelaufenes Acryl noch benutzen?

Ja, abgelaufenes Acryl kann noch benutzt werden. Verhärtungen müssen dem Acryl entnommen werden. Ansonsten würde es zu keinem regelmäßigen Fugenbild kommen.

Kann man Acryl überstreichen?

Ja, Acryl kann man überstreichen. In den Fällen, wenn die Fuge gestrichen werden soll, wird meist Acryl anstatt Silikon verwendet. 

Wie lange muss Acryl trocknen?

Dieser Artikel beschäftigte sich mit der Frage: Wie lange muss Acryl trocknen? Du hast erfahren, welche Fehler du beim Ziehen von Acryl vermeiden solltest und wie du Schritt für Schritt zur perfekten Fuge gelangst. Wann wird Acryl verwendet? Wir haben aufgeklärt!

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