Welche Kelle zum Verputzen? 

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Frage: Welche Kelle zum Verputzen? Du erfährst, welche Art Kelle zu verwenden solltest und welche Werkzeuge ebenso zum Verputzen benötigt werden. Was sollte beim Verputzen beachtet werden? Wir klären auf!

Welche Kelle zum Verputzen? 

Zum Verputzen benötigt man eine Maurerkelle (auch Dreieckskelle genannt) sowie eine Glättkelle. Mit Hilfe der Maurerkelle wird der Putz auf dem Maurerkübel genommen und auf die Glättkelle geschmiert. Der Putz wird nun mit der Glättkelle auf die zu verputzende Wand aufgetragen und verschmiert. Während des Verputzens sollten die Kellen regelmäßig mit Wasser abgespült werden, damit sie nicht hartnäckig verschmutzen. Das Verputzen geht besonders leicht, wenn man mit sowohl einer Maurerkelle, als auch einer Glättkelle arbeitet.

Zum Verputzen braucht man diese Werkzeuge und Materialien: 

  • Mörtelkübel 
  • Rührgerät/Rührwerk 
  • Maurerkelle
  • Glättkelle
  • Abziehlatte (Kartäsche) 
  • Spachtel 
  • Reibebrett 
Werkzeug und Materialien Beschreibung
Laser-Entfernungsmessgerät Ermittlung der Flächenmaße 
MalerbandAbkleben der Fußleisten und der Tür- und Fensterrahmen 
FeuchtigkeitsmessgerätBestimmung der Feuchtigkeit in Baustoffen (Wand, Holz, Estrich, etc.) 
ArbeitshandschuheSchutz der Hände. Putz kann aggressiv wirken und die Haut austrocknen
HaushaltsleiterZum Verputzen im oberen Bereich der Wand
Malervlies Abdecken und Schutz des Bodens vor Putzspritzen
MilchtütenpapierSchutz des Bodens vor Feuchtigkeit 
IgelwalzeEntfernen alter Tapeten 
Drucksprühgerät Behältnis für Tapetenlöser. Tapetenlöser wird durch ein Sprühventil auf die Wand gesprüht
TapetenlöserZum Lösen der alten Tapete
Winkelschleifer + TrennscheibeAblängen der Schnellputzleisten 
EckschienenmörtelHaftung der Schnellprofilleisten 
Mörtelkübel Behältnis zum Anmischen des Putzes 
Handrührwerk Rühraufsatz zum vermengen des Wassers mit Putzmaterial 
KalkputzWird zum Verputzen von trockenen Räumen verwendet. 
ZementputzWird zum Verputzen von feuchten Räumen verwendet. Entzieht FeuchtigkeitAlkalischPilzhemmend
Sanierputz Wird zum Verputzen von nassen Wänden verwendet.Besonders für sehr feuchte Wände geeignetentzieht Feuchtigkeit
SpachtelEntfernen alter Farb- und Tapetenrest
HandmeißelHerausstemmen von feuchten oder porösen Stellen 
Grundierung Vorbereitung und Absperren der Wand, bevor der Putz aufgetragen wird. 
Eckprofilleisten und Schnellputzleisten Schutz der Kanten vor Beschädigung/Abnutzung Putz kann ebenmäßig aufgetragen werden Schiefe Wände ausgleichen 
MaurerkellerPutz aus dem Eimer nehmen Auftrag des Putzes auf Glättekelle
GlättkelleAuftrag des Putzes auf Wand, verteilen und glatt schmieren 
AbziehlatteAbziehen des Putzes, damit dieser eben und gleichmäßig wird. 
Fassadenspachtel Abziehen der PutzmasseLeichtere Handhabung als Abziehlatte Kann in engeren und kleineren Bereichen verwendet werden 
GitterrabotNachdem der Putz angezogen ist, wird der Gitterrabot verwendet, um den Putz zu glätten Entfernung der Sinterschicht Entfernen von überschüssigem Material 
SpachtelmasseVerdichten der Fugen 
SchleifgitterGlätten der Spachtelmesser über den Fugen 

Was muss ich beim Verputzen beachten? 

Das solltest du beim Verputzen beachten: 

  • Immer von unten nach oben verputzen 
  • Erst Ecken und dann die Fläche bearbeiten 
  • Der Putz sollte weicher als der Untergrund sein 
  • Werkzeug regelmäßig während des Auftragens säubern 
  • Nicht bei Minustemperaturen verputzen, da der Putz bei Frost nicht abbinden kann
  • MIt Maurerkelle und Glättkelle arbeiten 
  • Anmischen des Putzes: Erst Wasser, dann Putzmaterial in den Maurerkübel geben 
  • Putzsäcke niemals im Regen lagern, sondern mit Plane abdecken 
  • Putzsäcke niemals auf dem Boden lagern, sondern auf Paletten oder Unterleghölzern 

Verputzen ist gar nicht so schwer. Damit der Auftrag des Putzes geschmeidig aussieht, kannst du die Handhabung der Kellen an einer großen Fläche lernen. 

Schritt-für-Schritt Anleitung

  1. Ermitteln des Materialbedarf 
  • Der erste Schritt liegt im Ermitteln des Materialbedarfs. Wie viel Putz wird benötigt? 

Um den Bedarf zu ermitteln, wird die Fläche genau ausgemessen. 

Da es meist zu mühselig ist, diese Maße mit einem Zollstock zu nehmen, empfehlen wir ein Laser-Entfernungsmessgerät. 

  1. Vorbereitung des Raumes 
  • Räume alle Gegenstände aus dem Raum, welche dich beim Arbeiten stören oder nicht verschmutzt werden dürfen. 
  • Die Fußleiste, Tür- und Fensterrahmen werden mit Malerkrepp abgeklebt. 
  • Den Boden mit Malervlies auslegen und Milchtütenpapier drüber legen. Milchtütenpapier ist wasserundurchlässig und verhindert, dass sich die Feuchtigkeit des Putzes in das Malervlies saugt 
  • Sicherungen ausschalten. FI-Schalter umlegen. Alle elektrischen Anschlüssen müssen aus sein 
  • Lampen und Steckdosen deinstallieren und abhängen 
  • Steckdosen mit Malerband abkleben 
  1. Alten Estrich, Tapeten und andere Reste entfernen

Der alte Putz, Farbe oder Tapeten müssen nun entfernt werden. Zum Entfernen einer alten Tapete eignet sich eine Igelwalze. Der Tapetenlöser wird in das Drucksprühgerät gefüllt und anschließend an die Wand gesprüht. Tapete mit der Hand abziehen und einen Spachtel für hartnäckige Stellen verwenden. Tapetenkleister kann mit Spülmittelwasser und einer Bürste entfernt werden. 

Farbreste oder alten Estrich mit einem Spachtel oder Meißel entfernen. 

  1. Setzen von Schnellputzprofilen

Alle 40 cm bis 60 cm wird ein Schnellputzprofil gesetzt. Dieses Profil sorgt dafür, dass der Putz vollflächig eben und gleichmäßig auf die gesamte Fläche aufgetragen werden kann. 

  • Abstand zu den Rändern: 30 cm
  • Sowohl die waagerechte, als auch die senkrechte Position wird mit Hilfe einer Wasserwaage markiert
  • Schnellputzleisten werden mit einem Winkelschleifer abgelängt. Der Abstand von der Leiste zur Decke und zum Fußboden beträgt jeweils 1 cm
  • Setzen der Schnellputzleisten: Die markierten Stellen werden mit einem Drucksprühgerät vorgenässt. Im Abstand von 30 cm bis 40 cm wird der Mörtel punktuell aufgetragen. Anschließend werden die Schnellputzleisten fixiert und mit Hilfe der Wasserwaage ausgerichtet. 
  1. Setzen der Eckschienen 
  • Eckschienen erleichtern das Verputzen an den Ecken und schützen die Kanten vor besonderen Ansprüchen sowie Beschädigungen. 
  1. Putz auftragen 
  • Bevor der Putz aufgetragen wird, muss die Wand vorgenässt werden, damit sie dem Putz nicht all zu viel Feuchtigkeit entzieht. 
  • Solange das Wasser in die Wand einzieht, kann der Putz zusammengemischt werden. Achte darauf, dass zuerst das Wasser in den Maurerkübel gegossen wird und erst dann der Putz. 
  • Mit der Maurerkelle wird der Putz aus dem Kübel genommen und auf die Glättkelle geschmiert. Nun wird die Glättkelle samt Putz an die Wand geführt und das Material wird glatt gestrichen. 
  • Arbeite von unten nach oben. 
  • Dicke der 1. Putzschicht: circa 15 mm, dicker als die Schnellputzleisten 
  • Innerhalb der Leisten verputzen 
  1. Putz abziehen 
  • Von unten nach oben wird der Putz mit Hilfe der Abziehlatte begradigt. Wenn sich die Randbereiche nur schwer bearbeiten lassen, so kannst du an diesen Stellen einen Fassadenspachtel verwenden. 
  • Der Putz wird von Abschnitt zu Abschnitt bearbeitet. 
  1. Fenster und Ecken 
  • Es ist besonders wichtig, dass Ecken sorgfältig verputzt werden, da dort Luft- und Wärmebrücken entstehen können. 
  • Die Abziehlatte kann als Führung und Schutz dienen, damit der Fensterrahmen oder andere Bereiche nicht verschmutzt werden. Durch die Verwendung einer Abziehlatte entsteht zudem eine gerade Kante. 
  1. Werkzeuge reinigen 
  • Werkzeuge mit Wasser abspülen 
  1.  Trocknungszeit des Putzes 
  • Je nach Raumtemperatur benötigt der Putz einige Minuten um anzuziehen 
  • Prüfe, ob die Oberfläche steif ist und bearbeite den Putz mit dem Gitterrabot. Der Putz wird auf diese Weise geglättet. 
  • Gitterrabot entfernt die Sinterschicht (Die nächste Wandbeschichtung kann besser haften) 
  • Ebenheit der Fläche mit Hilfe einer Richtlatte prüfen (überschüssiges Material kann mit dem Gitterrabot entfernt werden) 
  1. Verspachteln der Fugen 
  • Fugen zu beiden Seiten rund 20 cm breit überspachteln 
  • Spachtelmasse trocknen lassen 
  • Spachtelmasse mit einem Schleifgitter bearbeiten (glätten) 

Dieser Artikel beschäftigte sich mit der Frage: Welche Kelle zum Verputzen? Du hast erfahren, welche Art Kelle zu verwenden solltest und welche Werkzeuge ebenso zum Verputzen benötigt werden. Was sollte beim Verputzen beachtet werden? Wir haben aufgeklärt!

Was hat in diesem Beitrag gefehlt, was ihn besser gemacht hätte?

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